Studiengang Public Health Nutrition

Seit dem Wintersemester 2006/2007 bietet die Hochschule Fulda den konsekutiven Masterstudiengang Public Health Nutrition an. Mit der Studiengangsleiterin Prof. Dr. Kathrin Kohlenberg-Müller sprach Sabine Fankhänel, Chefredakteurin der Ernährung – Wissenschaft und Praxis, über die Inhalte und Gestaltung des in Deutschland bisher einmaligen Angebots.

Frau Professor Kohlenberg-Müller, der Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Fulda bietet den Bachelorstudiengang Oecotrophologie an. Warum haben Sie sich entschlossen, an diesen anknüpfend einen eigenständigen Masterstudiengang Public Health Nutrition zu entwickeln, und nicht, was ja naheliegend wäre, einen Master of Science Oecotrophologie?

Wir sind davon überzeugt, dass die bevölkerungsbezogene Perspektive ein Ansatz ist, der in Deutschland zwingend weiter entwickelt werden muss, um drängende gesundheitsbezogene Probleme zu lösen. Die Zunahme der Adipositas vor allem bei Kindern und Jugendlichen und ihre sozial ungleiche Verteilung ist nur eines der Beispiele dafür.Wir sind außerdem davon überzeugt, dass es sinnvoll ist, die ernährungswissenschaftliche Perspektive in die Public-Health-Landschaft einzubringen, bereits in der Ausbildung von Studierenden, aber auch in der Forschung und in der Praxis.

Und wir denken, dass wir genau das können. Die Hochschule Fulda hat sich den Schwerpunkt Gesundheit, Ernährung und Lebensmittel gesetzt. Der Bachelorstudiengang Oecotrophologie in Fulda ermöglicht, neben zwei weiteren Alternativen den Schwerpunkt „Ernährung und Gesundheit“ zu wählen. Der mit uns kooperierende Fachbereich Pflege und Gesundheit bietet, teils in Zusammenarbeit mit den Universitäten Marburg und Kassel, vier Bachelor- und vier Masterstudiengänge mit gesundheitswissenschaftlicher Ausrichtung an, darunter einen Master in Public Health. Zudem haben wir die Absicht, mit unseren Masterstudiengängen internationale Entwicklungen aufzugreifen.

Interview: Sabine Fankhänel

Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 08/2007 auf Seite 366 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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