Ernährungskompetenz durch Ernährungsbildung

Angesichts der steigenden Zahl übergewichtiger Kinder und Jugendlicher wird die Bedeutung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils zunehmend deutlicher. Häufig wird daher die Vermittlung von Kompetenzen in den Bereichen Gesundheit und Ernährung durch eine stärkere Ernährungsbildung eingefordert. Diese Thematik diskutierten rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Schule, Politik, Medien und Beratung am 28. und 29. Juni 2007 in Wien.

Durchgeführt von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für Ernährungsverhalten e. V. (AGEV), standen im Mittelpunkt des Symposiums die aktuelle Übergewichtsepidemie und deren Ursachen sowie Handlungsfelder, beispielhafte Aktivitäten und methodische Konzepte zur Vermittlung von Ernährungskompetenz und -bildung.

Der folgende Beitrag befasst sich mit dem Teilaspekt der schulischen Ernährungsbildung.

Ernährungsbildung in der EU und Deutschland

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Prof. Dr. Ines Heindl vom Institut für Ernährungs- und Verbraucherbildung der Universität Flensburg zeichnete in ihrem Vortrag die Entwicklung der schulischen Ernährungsbildung in der Europäischen Union und in Deutschland nach.

In zahlreichen europäischen Ländern wurde in den letzten zwei Jahrzehnten der Unterricht in den traditionellen Fächern Hauswirtschaft bzw. Haushaltslehre stark verringert, ohne aber diese Inhalte anderweitig zu vermitteln. So erhalten auch in Deutschland immer weniger Schülerinnen und Schüler einen gesundheitsrelevanten Unterricht im Bereich Ernährung. Zudem entspricht der Unterricht meist nicht den fachdidaktischen Forderungen, wie sie in den Bildungsplänen der einzelnen Bundesländer formuliert sind, und er wird nicht angemessen mit einer Verbraucherbildung verknüpft.

Korrespondierende Autorin: Sabine Fankhänel (sabine.fankhaenel@springer-gup.de)

Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 08/2007 auf Seite 380 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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