Convenience Food in der Ernährung von Kindern
Studien zur ernährungsphysiologischen Bedeutung von Convenience Food in der Ernährung von Kindern fehlen bisher. Aus diesem Grund wurden die Daten der seit 1985 am Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) durchgeführten DONALD-Studie (Dortmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) hinsichtlich des Verzehrs von Convenience Food bei Kindern und Jugendlichen ausgewertet.
Convenience Food (CF) bedeutet wörtlich übersetzt „Bequemlichkeitsessen“. Aber nicht nur Bequemlichkeit ist die Ursache für die weite Verbreitung von CF, sondern weit gefächerte gesellschaftliche Veränderungen: Die Kompetenz für die Zubereitung von Mahlzeiten aus Rohzutaten sinkt, traditionelle Mahlzeitenstrukturen lösen sich auf und die Orientierung auf Beruf und Freizeit konkurriert mit dem Zeitaufwand für die Zubereitung. Analysen zum Verbrauch von CF kommen einheitlich zu dem Schluss, dass sich der Trend zu steigenden Absatzzahlen und eine weitere Orientierung der Konsumenten hin zu Convenience auch in Zukunft fortsetzen wird.
Da in der DONALD-Studie alle protokollierten Fertigprodukte in einer institutseigenen Datenbank inklusive Rezeptur und Nährwertgehalten dokumentiert werden, bietet sie die einzigartige Möglichkeit, die ernährungsphysiologische Qualität der in der Praxis verzehrten Produkte zu ermitteln (Teilprojekt I). Anschließend wurden aus den Ergebnissen einfache und handlungsorientierte Empfehlungen zur Auswahl und Verwendung von CF in Familien abgeleitet (Teilprojekt II). Diese Empfehlungen wurden in Form eines Flyers an zufällig ausgewählte Familien verteilt und in zwei wiederholten Befragungen auf ihre Praxisrelevanz geprüft.
Korrespondierende Autorin: Dr. Ute Alexy (alexy@fke-do.de)
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 09/2007 auf Seite 396 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
