Obst und Gemüse in der Prävention chronischer Krankheiten
(sf) Obst und Gemüse wird eine wichtige Rolle sowohl als Lieferant von Nährstoffen als auch bei der Senkung bestimmter Erkrankungsrisiken, z. B. Krebserkrankungen, zugesprochen. Während die Funktion als wichtiger Nährstofflieferant weiter unbestritten ist, ist in letzter Zeit angezweifelt worden, ob Obst und Gemüse tatsächlich zur Prävention chronischer Krankheiten beitragen.
Daher bewertete die Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) Obst und Gemüse in der Prävention chronischer Krankheiten mit einem evidenzbasierten, an dem Vorgehen bei der Erstellung einer DGE-Leitlinie orientierten Ansatz. Im Folgenden veröffentlichen wir auszugsweise die Stellungnahme, die Ende September veröffentlicht wurde. Die vollständige Fassung kann im Internet unter http://www.dge.de abgerufen werden.
Für die DGE-Stellungnahme wurden nur Untersuchungen am Menschen berücksichtigt. Auf Grund ihres Designs und damit einhergehender Stärken und Schwächen leisten die vorliegenden Studien am Menschen einen unterschiedlichen Beitrag zur Evidenz. Die Bewertung der Evidenz erfolgte nach bestimmten Härtegraden und folgt dem Bewertungsschema der WHO. Insgesamt gibt es vier Kategorien der Evidenzbewertung:
Überzeugende Evidenz für eine präventive Wirkung bzw. einen fehlenden Zusammenhang. Dieser Härtegrad wird vergeben, wenn eine erhebliche Anzahl von Studien einschließlich prospektiver Beobachtungsstudien und, wo möglich, randomisierter kontrollierter Interventionsstudien mit genügender Größe, Dauer und Qualität mit konsistenten Ergebnissen vorliegen.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 09/2007 auf Seite 410 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
