Herausforderung Hunger
(kig) Hunger gehört zu den größten globalen Problemen und Herausforderungen. Weltweit sind 861,6 Millionen Menschen davon betroffen. Jedem Siebten bleibt damit das Menschenrecht auf Nahrung verwehrt. Der erstmals 2006 vom Washingtoner Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) und der Deutschen Welthungerhilfe vorgestellte Welthunger-Index (WHI) wurde zum diesjährigen Welternährungstag am 16. Oktober aktualisiert.
Die Daten zeigen, dass Hunger in 36 Ländern ein kritisches bis äußerst besorgniserregendes Ausmaß angenommen hat; 25 davon liegen in Afrika südlich der Sahara, 9 in Asien und je eines im Nahen Osten und Lateinamerika. In einzelnen Weltregionen wurden jedoch auch Fortschritte bei der Hungerbekämpfung erzielt. So gehören Kuba und Peru in Lateinamerika, Mosambik und Ghana in Subsahara-Afrika sowie Indonesien und Vietnam in Asien zu den Entwicklungsländern, die auf gutem Weg sind, die Millenniumsziele zur Bekämpfung des Hungers zu erreichen. Ziel ist es, von 1990 bis 2015 den Anteil hungernder Menschen insgesamt sowie den der unterernährten Kinder unter fünf Jahren zu halbieren und die Kindersterblichkeitsrate um zwei Drittel zu senken.
Der Welthunger-Index Für die Berechnung des WHIs wurde ein mehrdimensionaler Ansatz gewählt. So sollen die unterschiedlichen Aspekte von Hunger und Unterernährung gleichzeitig erfasst, die Auswirkungen zufälliger Messfehler durch die Kombination von unabhängig voneinander gemessenen Indikatoren verringert und ein schneller Überblick für Entscheidungsträger durch die Verdichtung von Informationen ermöglicht werden.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 09/2007 auf Seite 428 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
