aid-Ernährungsführerschein. Neues Unterrichtsmaterial für die Grundschule
(sf) Kinder im Grundschulalter sind äußerst wissbegierig und interessieren sich für das Thema Ernährung. Dennoch gelingt es vielen Familien und Schulen nicht, den Kindern Wissen und Fertigkeiten in diesem Bereich spannend und anschaulich zu vermitteln. Hier setzt der aid-Ernährungsführerschein an.
Ziel ist es, Interesse am Umgang mit Lebensmitteln zu wecken, Wissenslücken zu schließen und das Bewusstsein für eine gesunde Ernährungsweise zu schulen. Nach einer Erprobungsphase ist das Unterrichtsmaterial seit November 2007 für alle Grundschulen erhältlich.
Der aid-Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtsbaustein für die Ernährungserziehung in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler üben in sechs – wahlweise sieben – Unterrichtseinheiten den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten. Dabei lernen sie wichtige Lebensmittelgruppen und die aid-Ernährungspyramide kennen. Darüber hinaus bereiten die Kinder kleine Gerichte zu und essen sie gemeinsam.
Den Abschluss bilden zwei Prüfungen, ein einfacher schriftlicher Test und eine praktische Prüfung, bei der Schüler Gäste mit einem kalten Büffet bewirten. Zum Abschluss erhält jedes Kind dann einen „Ernährungsführerschein“ mit Passfoto und Schulstempel.
Integration in den Unterricht
Der aid-Ernährungsführerschein ist für die Durchführung in der Jahrgangsstufe 3 konzipiert. Er bietet eine Vielfalt an Lernfeldern, z. B. das Kennenlernen von Ernährungsbegriffen, den praktischen Umgang mit Lebensmitteln, das Riechen, Tasten und Schmecken. Die Kinder üben in altersangemessener Form Techniken der Nahrungszubereitung und die eigenverantwortliche Arbeit in der Küche. Durch die theoretische und praktische Prüfung eignet er sich als bewerteter, zeugnisrelevanter Unterrichtsbestandteil. Es ist aber auch möglich, mit der ersten Unterrichtseinheit im Rahmen eines Projekttages zu beginnen und dann die weiteren Einheiten im regulären Unterricht durchzuführen.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 09/2007 auf Seite 434 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
