Schichtarbeit: Was essen, wenn andere schlafen?
Die Tageszeitung zum Frühstück, eine Bahnfahrt mit dem Nachtzug oder die Wettbewerbsfähigkeit von Industriebetrieben – ohne Schichtarbeit ist das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben heute nicht mehr denkbar. Dabei nehmen die 2,7 Mio. Menschen, die in Deutschland dauernd oder in Wechselschicht nachts arbeiten, eine Reihe von Unannehmlichkeiten in Kauf.
Wie sich das veränderte Zeitregime auf die Ernährung der Betroffenen auswirkt und ob sich typische Beschwerden mit Hilfe diätetischer Maßnahmen lindern lassen, soll im Folgenden aufgezeigt werden.
Hintergrund
Im Jahr 2004 arbeitete mit 49% knapp die Hälfte der 35,7 Mio. Erwerbstätigen in Deutschland ständig, regelmäßig oder gelegentlich am Wochenende, nachts und/oder im Wechselschichtdienst. Von ständiger oder häufiger Nachtarbeit waren 7,7% der Beschäftigten betroffen. Besonders weit verbreitet ist Schichtarbeit in der chemischen und metallverarbeitenden Industrie, in der Energiewirtschaft, im Gesundheits-, Verkehrs- und Nachrichtenwesen sowie zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung. Im 21. Jahrhundert werden zudem immer mehr Dienstleistungen rund um die Uhr nachgefragt und angeboten.
In Abgrenzung zur üblichen Tagarbeit, die zwischen 6 und 17 Uhr ausgeübt wird, zeichnet sich Schichtarbeit durch wechselnde oder konstant ungewöhnliche Arbeitszeiten aus. Nachtarbeit ist laut § 2 Arbeitszeitgesetz jede Arbeit, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit, also der Zeit von 23 bis 6 Uhr, umfasst.
Korrespondierende Autorin: Dipl. oec. troph. Judith Petschelt (judith_petschelt@web.de)
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 10/2007 auf Seite 454 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
