Ernährungsberatung bei Schichtarbeit
Schichtarbeiter haben durch wechselnde oder konstant ungewöhnliche Arbeitszeiten ein erhöhtes Risiko für gastrointestinale und kardiovaskuläre Erkrankungen. Häufig sind sie durch eine zu energiereiche Ernährung übergewichtig. Um dem entgegenzuwirken, bietet Dr. Gerta van Oost Ernährungsberatung für Schichtarbeiter an. Zu dem Pilotprojekt interviewte sie Sabine Fankhänel, Chefredakteurin der „Ernährung – Wissenschaft und Praxis“.
Frau Dr. van Oost, Sie bieten im Rahmen eines Pilotprojekts Ernährungsberatung für Schichtarbeiter in einem Betrieb der metallverarbeitenden Industrie an. Wie ist es dazu gekommen?
In diesem Betrieb werden seit vielen Jahren Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung praktiziert. Mit seinen über 2000 Mitarbeitern, davon etwa 95 % Männer, gehört er zu den größten Arbeitgebern in der Region. Als problematisch wurde die Zunahme der übergewichtigen Mitarbeiter erkannt. Aus diesem Grunde haben sich die Verantwortlichen, d. h. die beiden Betriebsärzte, der Personalleiter und die Gesundheitsbeauftragte, entschlossen, qualifizierte Ernährungsberatung im Werk zu etablieren. Das Pilotprojekt „Ernährungscoaching für Schichtarbeiter“ hat im Jahre 2006 begonnen und endet für die ersten 30 Teilnehmer zum Jahreswechsel 2007/2008. Und es geht weiter; neue Gruppen wurden bereits gebildet.
Kontakt: Dr. Gerta van Oost (g.vanoost@t-online.de)
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 10/2007 auf Seite 462 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
