Essen und Trinken in KiTa und Grundschule

(kig) Zunehmend mehr Kinder werden aktuellen Daten zufolge übergewichtig oder leiden schon in der Grundschule an Essstörungen. Vor diesem Hintergrund fand am 11. Oktober in Oldenburg die Tagung „Essen und Trinken in KiTas und Grundschulen – Bündnisse schließen, Kooperationen starten“ statt.

Veranstalter waren die Landesvereinigung für Gesundheit e. V. und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Sektion Niedersachsen, Geschäftsstelle Oldenburg. Über 140 Teilnehmer diskutierten mit den Experten rund um das Thema Ernährung in Kindertagesstätten (KiTas) und Schulen.

Dr. Dorothee Meyer-Mansour vom Niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zitierte zu Beginn ihres Vortrags den DGE-Sektionsleiter Prof. Dr. Volker Pudel: „Es sind die Verhältnisse, in denen Kinder aufwachsen, die ihnen ihre Essbedürfnisse vermitteln, die ihnen ihre Geschmacksprofile vermitteln und die bestimmen, was und was nicht gegessen und getrunken wird. Diese erfahrungsbedingte Gewohnheitsbildung prägt das Essverhalten nachhaltiger als Informationen über die Ernährung.“ Daraus leitete sie die Notwendigkeit ab, die Verpflegung in KiTas und Grundschulen zu verbessern.

Rund 1 Mio. Kinder über 3 Jahre sind täglich mehr als 6 Stunden lang in KiTas und essen dort, was Caterer anliefern. Eine Untersuchung des Forschungsverbunds Public Health Sachsen und Sachen- Anhalts (vgl. EWP, Heft 7, S. 300 ff.) zeige jedoch, dass die Speisenpläne der Essenslieferanten nicht immer den Empfehlungen an eine gesunde, ausgewogene Ernährung erfüllen. So gab es in sächsischen KiTas vielfach zu viel Fleisch und zu wenig Fisch. Auch frisches Obst, Rohkost und Salat sowie vegetarische Gerichte und Kartoffeln wurden zu wenig angeboten. Hinzu kamen stark gesüßte Fertigtees und Vorbehalte gegen Milch.

Redaktion

Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 10/2007 auf Seite 480 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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