EuroPrevall: Prävalenz, Kosten und Ursachen von Lebensmittelallergien in Europa

Verlässliche Zahlen über die Häufigkeit von Lebensmittelallergien in Europa fehlen bisher ebenso wie Angaben darüber, welche Lebensmittel am häufigsten Allergien verursachen. Auch ist in vielen Fällen unklar, welche Substanzen oder Verarbeitungsprozesse schwere allergische Reaktionen auslösen können. Daten hierzu werden im Rahmen des Projekts EuroPrevall (The prevalence, cost and basis of food allergy across Europe) erhoben.

Lebensmittelallergien nehmen in allen industrialisierten Ländern zu. Geschätzt wird, dass in Europa zwischen 11 und 26 Mio. Erwachsene an einer Lebensmittelallergie leiden. Rona et al. ermittelten in einer Metaanalyse basierend auf Eigenangaben Prävalenzen zwischen 3% und 35%.

Zunehmend sind Säuglinge, Kleinkinder und Kinder betroffen; aber auch für diese Altersgruppen liegen nur wenige validen Daten vor. Dies beruht unter anderem auf einer häufig unzureichenden Diagnose der Lebensmittelallergie und deren geringen klinischen Aussagekraft. Beispielsweise findet man eine IgE-vermittelte Sensibilisierung und positive Haut-Prick-Tests häufig bei Personen ohne klinische Symptome einer Lebensmittelallergie.

Bisher gibt es keinen zuverlässigen In-vitro-Test, mit dem sich eine klinisch relevante Lebensmittelallergie vorhersagen lässt. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt „The prevalence, cost and basis of food allergy across Europe“ durchgeführt, das in diesem Beitrag vorgestellt wird.

Korrespondierende Autorin: Sabine Fankhänel (sabine.fankhaenel@springer-gup.de)

Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 01/2008 auf Seite 22 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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