Allergien wirksam vorbeugen

(kig) In Deutschland und vielen anderen Industriestaaten leiden in den letzten Jahrzehnten immer mehr Menschen unter allergischen Erkrankungen. Vor allem über Pollen, Hausstaubmilben und Lebensmittel findet der Kontakt mit allergenen Stoffen statt. Experten schätzen, dass ohne Gegenmaßnahmen bis 2050 die Hälfte aller Europäer von einer Allergie betroffen sein wird.

Grafik: BMELV

Dies mindert nicht nur die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Betroffenen, es entstehen auch hohe Kosten für das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft. Um dem entgegenzuwirken, rief die Bundesregierung im vergangen Jahr unter anderem den Aktionsplan gegen Allergien ins Leben. Im Herbst fand eine Verbraucherpolitische Konferenz statt und im November wurde eine Richtlinie veröffentlicht, die innovative Vorhaben im Bereich Allergieprävention fördern soll.

Bundesminister Horst Seehofer stellte am 13. März 2007 den Aktionsplan gegen Allergien vor. Dieser benennt sechs zentrale Handlungsfelder, in denen konkrete Fortschritte für Betroffene erreicht werden sollen, unter anderem „Essen & Genuss“ und „Schönheit & Pflege“ (vgl. Ernährung, April 2007, S. 94).

Als wichtigste Ziele für eine verbesserte Vorbeugung vor Lebensmittel-, Kontakt- und Atemwegsallergien nennt der Aktionsplan: mehr Sicherheit und Lebensqualität für Allergiker im Alltag, das Entstehen von Allergien zu mindern, frühzeitiges Erkennen neu aufkommender Allergien, bessere Information der Verbraucher sowie die Entlastung der Volkswirtschaft von vermeidbaren Kosten.

Redaktion

Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 01/2008 auf Seite 28 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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