ScienceKids: Neue Ansätze in der Gesundheitserziehung
(kig) Unter dem Motto „Staunen & Begreifen – entdeckendes Lernen in Gesundheitsbildung und Schule“ fand am 28. und 29. November 2007 der Kongress ScienceKids in Stuttgart statt. Vorgestellt wurden das Modellprojekt sowie einige Ergebnisse der Pilotphase.
Foto: www.sciencekids.de
Das Projekt entstand auf Initiative der AOK Baden-Württemberg. In enger Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Kultusministerium wurden in den vergangenen knapp zwei Jahren auf die Lehrpläne des Bundeslandes abgestimmte Unterrichtsmaterialien entwickelt.
Die Pilotphase des Projektes „ScienceKids – Kinder entdecken Gesundheit“ fand von Februar bis Juni 2007 statt. Beteiligt waren 70 Schulklassen an 18 Grundschulen in Baden-Württemberg, deren Lehrkräfte speziell geschult wurden. Vorrangiges Ziel war es, Kindern der dritten und vierten Klassen Entscheidungs- und Bewertungskompetenzen zu vermitteln, zum Beispiel zum Wert von Lebensmitteln und zum Verhältnis von Energieverbrauch und Bewegung.
Anhand von einfachen Nachweisreaktionen sollten die Schüler darüber hinaus experimentelle Erfahrungen sammeln. Denn eine frühe naturwissenschaftliche Bildung sowie die Integration von Nahrungszubereitung, Essen, Trinken, Spiel und Bewegung können die Kompetenzen nachweislich fördern.
Erstmals wurden für ein solches Schulprojekt die Lehr- und Unterrichtsmaterialien gemeinsam mit Schülern entwickelt und von Lehrern getestet. So wird eine starke Praxisorientierung gewährleistet, bemerkte Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, anlässlich des Kongresses. Er wies darauf hin, dass die AOK Baden-Württemberg künftig Schulen bei der Umsetzung des Projekts unterstützt, zum Beispiel bei der Durchführung von Elternabenden oder Infoveranstaltungen. Darüber hinaus werden Flyer und weitere Materialien angeboten.
Das Projekt basiert auf einem handlungsorientierten Ansatz zur Gesundheitsförderung, berichtete Prof. Dr. Lissy Jäkel, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Fakultät III, Biologie. So sollen Kinder durch praktische wissenschaftliche Experimente die Bedeutung der Zusammenhänge zwischen Ernährung und Bewegung am eigenen Körper erfahren. Gleichzeitig sollen das Interesse und der Spaß an einem gesunden Lebestil geweckt werden.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 01/2008 auf Seite 36 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
