Anorektische und bulimische Essstörungen

Anorektische und bulimische Essstörungen sind inzwischen bei adoleszenten Mädchen und jungen Frauen weit verbreitet. Zur Diagnostik sind im Regelfall keine aufwendigen technischen Untersuchungen, sondern eine gezielte psychiatrische Explorationerforderlich.

Bei Anorexia nervosa ist es dabei wichtig, die Intension, übermäßig schlank sein zu wollen, herauszuexplorieren. Die beiden wesentlichen (majoren) Essstörungen sind Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Studien zu einer Essstörung, die als „Binge-eating-Störung“ bezeichnet wird. Fast die Hälfte der behandelten PatientInnen haben weder eine Anorexia nervosa noch eine Bulimia nervosa, sondern eine nicht näher bezeichnete Essstörung. Ätiologisch sind sowohl biologische Faktoren, soziokulturelle Faktoren und persönliche Belastungen zu berücksichtigen. Besonders das Untergewicht und seine Folgen bei Magersucht und häufiges Erbrechen bei bulimischen Essstörungen können auch schwerwiegende medizinische Folgen nach sich ziehen.

Zur Therapie von Magersucht (Anorexia nervosa) gibt es relativ wenig evidenzbasierte Studien. Gut untersucht sind dagegen die Therapie bei Bulimia nervosa und der Binge-eating-Störung.

Korrespondierender Autor: Prof. Dr. Manfred M. Fichter (mfichter@schoen.kliniken.de)

Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 04/2008 auf Seite 148 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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