Weltgesundheitstag 2008
(sf) Der Weltgesundheitstag am 7. April stand im Zeichen des globalen Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die Gesundheit. Gleichzeitig erinnerte die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) an ihre Gründung vor 60 Jahren. Das erweiterte deutsche Motto „Vom Seuchenschutz bis zum Klimawandel – 60 Jahre WHO“ thematisierte vor allem die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit bei der Bewältigung weltweiter Gesundheitsbedrohungen.
Die WHO wurde als Sonderorganisation der Vereinten Nationen am 7. April 1948 gegründet mit dem Ziel, ein Höchstmaß an Gesundheit für alle Völker der Welt zu erreichen. Sie zählt heute 193 Mitgliedstaaten. Die Bundesrepublik Deutschland wurde 1951 WHO-Mitglied.
Der Weltgesundheitstag wird in Deutschland seit 1954 durchgeführt, jeweils vorbereitet von der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung e. V. In diesem Jahr fand die deutsche Auftaktveranstaltung am 3. April in Berlin statt.
Gesundheit und Klimawandel
Die Folgen des Klimawandels wirken sich – direkt und indirekt – tief greifend auf die menschliche Gesundheit aus und führen weltweit zu einer Belastung der Gesundheitssysteme. Die WHO schätzt, dass durch den Klimawandel derzeit jährlich rund 5 Mio. Menschen erkranken und 150.000 Menschen sterben. Daher hat der Exekutivrat im Januar die Resolution „Climate change and health“ vorgelegt, die auf der World Health Assembly im Mai in Genf beschlossen werden soll.
In den letzten 100 Jahren hat durch anthropogene Emissionen von Treibhausgasen die durchschnittliche Oberflächentemperatur weltweit um ca. 0,74 °C zugenommen. Für die europäische Region wird von Ende des 20. bis Ende des 21. Jahrhunderts je nach angenommenem Szenario ein Temperaturanstieg zwischen 2,3 °C und 6 °C prognostiziert.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 04/2008 auf Seite 177 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
