Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung

(kig) Das Angebot einer gesundheits­förderlichen, vollwertigen Ernäh­rung in Betrieben zu ermöglichen, ist das wesentliche Ziel der ersten bun­desweiten Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung. Diese wurden am 10. März auf dem Deutschen Kongress für Gemein­schaftsverpflegung in Hamburg der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Standards entstanden im Auftrag des Bundesministeriums für Ernäh­rung, Landwirtschaft und Verbrau­cherschutz im Rahmen des Projekts „Job&Fit – Mit Genuss zum Erfolg!“. Sie wurden von der Deutschen Ge­sellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in Zusammenarbeit mit Experten aus Praxis, Industrie und Wissenschaft erstellt.

Hintergrund und Zielsetzung

Die Betriebsverpflegung in Deutschland hat sich über die Jahrzehnte durch gesell­schaftliche, wirtschaftliche und technische Entwicklungen stark verändert. Während in der Nachkriegszeit die quantitativen Aspekte im Vordergrund standen, sind es heute die qualitativen; aus einfachen Kan­tinen wurden gästeorientierte Personal­restaurants, die den veränderten Lebens- und Ernährungsgewohnheiten der Arbeit­nehmer Rechnung tragen. Vor dem Hin­tergrund einer gesundheitsförderlichen Ernährung als Grundlage für individu­elle Leistungsfähigkeit und Produktivi­tät kommt der Betriebsverpflegung heu­te eine entscheidende Rolle zu. Die vor­liegenden Standards richten sich daher an Führungskräfte, Personalvertreter, Kü­chenleiter und alle anderen am Entschei­dungs- und Umsetzungsprozess beteilig­ten Personen eines Unternehmens. Ziel ist es, das Angebot am Arbeitsplatz stärker an den Anforderungen einer ausgewogenen Ernährung auszurichten. Menschen, die sich bewusst ernähren wollen, soll die ge­sundheitsförderliche Wahl ermöglicht und erleichtert werden.

Um dies zu erreichen und gleichzeitig die Eigenverantwortung der Gäste zu stär­ken, umfassen die vorliegenden Standards Empfehlungen für gesundheitsförderliche Alternativen im Gesamtangebot. Zusätz­lich werden Vorgaben für mindestens ei­ne Menülinie genannt, die besondere An­forderungen an eine nährstoffoptimierte Verpflegung erfüllt.

Redaktion

Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 04/2008 auf Seite 179 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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