Editorial: Eindeutig leistungsfördernd

Sportliche Spitzenleistungen lassen sich nur erreichen, wenn alle leistungsbestimmenden Faktoren berücksichtigt und optimiert werden. Häufig aber erkennen Sportler und Trainer den besonderen Stellenwert der Ernährung nicht. In der Trainings- und Wettkampfpraxis werden deren Auswirkungen vielfach unterschätzt, dagegen die vermeintlicher Leistungsförderer überschätzt. Dabei ist eine bedürfnisgerechte Ernährung eindeutig leistungsfördernd!

Deutlich zeigt dies der Beitrag von Alexandra Schek (S. 196 ff.). In der Übersicht stellt sie die Grundlagen einer sportlergerechten Ernährungsweise vor und beantwortet häufig gestellte Fragen.

Bei sehr jungen Sportlern und Sportlerinnen muss ein besonderes Augenmerk auf der Ernährung liegen (S. 205 ff.). Denn einerseits befinden sich die Kinder und Jugendlichen noch im Wachstum, andererseits erfordern sportliche Höchstleistungen ein langjähriges – häufig mehr als 10 bis 12 Jahre! – und intensives Training.

Aufgabe der Olympiastützpunkte in Deutschland ist es, Topathleten durch qualitativ hochwertige Betreuungsangebote im Training optimal zu unterstützen. Das bedeutet auch, eine für die Athleten bestmögliche Ernährung hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Regeneration zusammenzustellen.

An den meisten Stützpunkten gehört daher die Ernährungsberatung inzwischen zum Standardangebot, nicht zuletzt dank der Aktivitäten der Arbeitsgruppe Ernährungsberatung, wie Claudia Osterkamp-Baerens ab S. 210 berichtet. Lesen Sie dazu auch das Interview (S. 213 ff.) mit Kirsten Dickau, die Spitzensportler an den Olympiastützpunkten Hessen in Frankfurt sowie Rhein-Neckar in Heidelberg berät und betreut.

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Die im September 2007 vorgelegten Qualitätsstandards für die Schulverpflegung sollen dazu dienen, eine qualitativ hochwertige und damit auch leistungsfördernde Schulverpflegung sicherzustellen. Ob und wie diese Ziele in der täglichen Schulverpflegung erreicht werden, wurde Ende letzten Jahres an Gymnasien in Baden- Württemberg überprüft (S. 216 ff.). Die 20 Fallbeispiele zeigen, dass die Situation äußerst uneinheitlich ist und die Verpflegungsqualität teilweise deutlich von den Standards abweicht. Gefordert wird daher unter anderem eine Verbesserung des Qualitätsmanagements.

Außerdem finden Sie in dieser Ausgabe der „Ernährung – Wissenschaft und Praxis“ einen Beitrag zur potenziell antikanzerogenen Wirksamkeit von Cucurbitacinen. Die tetrazyklischen Triterpenoide sind vor allem in den Wurzeln, Blättern, Früchten und Samen von Gurke, Zucchini, Kürbis und Melone enthalten (S. 222 ff.). Unabhängig von diesen postulierten Wirkungen sind die Pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken, wie an einigen Beispielen deutlich wird (S. 225 ff.).

Lesen Sie außerdem ab S. 227 den Bericht über die 43. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum Themenschwerpunkt Prävention. Darüber hinaus berichten wir über den 2. Bundeskongress von BDEM, VDD und VDOE, der zum Thema „Demografischer Wandel und Lebensqualität – Kompetenz in Ernährung“ im April in Wolfsburg stattfand (S. 229 ff.).

Ihre Sabine Fankhänel


Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 05/2008 auf Seite 195 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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