DIOGENES. Neue Wege zur Prävention der Adipositas
DIOGENES steht für „Diet, Obesity and Genes“. Dabei handelt es sich um ein europäisches Multicenter-Forschungsprojekt mit dem Ziel, den Einfluss der Ernährung auf Prävention
und Therapie von Übergewicht und Adipositas besser zu verstehen. Dazu werden ernährungswissenschaftliche, genetische, physiologische und (verhaltens-)psychologische Forschungsansätze kombiniert.
Immer mehr Menschen sind übergewichtig oder adipös. Die Zahl der Betroffenen nimmt weltweit seit Jahren dramatisch zu, insbesondere unter den Kindern und Jugendlichen. In Europa werden schätzungsweise 70–130 Mrd. EUR (2–8% der Kosten im Gesundheitswesen) für die Behandlung der Adipositas und ihrer Folgeerkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle und Diabetes mellitus Typ 2 ausgegeben.
Der Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas kommt daher eine zentrale Bedeutung zu. Die Ursachen der Adipositas sind vielfältig, wobei die genetische Prädisposition eine maßgebliche Rolle spielt. Wissenschaftler versuchen seit Jahren, den „Adipositasgenen“ auf die Spur zu kommen. Unbestritten ist jedoch, dass darüber hinaus die Lebens- und Ernährungsweise entscheidend zur Ausprägung von Übergewicht und Adipositas beitragen.
Trotz intensiver Forschung konnte die hinsichtlich der Makronährstoffe optimale Zusammenstellung der Nahrung, die einer Gewichtszunahme vorbeugt oder das Gewicht langfristig stabil hält, bisher nicht identifiziert werden. Dabei scheinen neben dem Fettgehalt der Nahrung auch der Eiweißanteil und der glykämische Index (GI) eine Rolle zu spielen. Korrespondierende Autorin: Dr. Gunda Backes
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 01/2007 auf Seite 23 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.