Molekulare Mechanismen des Alterns
Die biologischen Ursachen des Alterns sind bisher kaum bekannt. Warum altern Zellen und ein Körper? Warum treten bestimmte Krankheiten im Alter häufiger auf? Darüber gibt es bisher nur wenige gesicherte Erkenntnisse. Welche biologischen und chemischen Prozesse auf Ebene einzelner Zellen bekannt sind, fasst dieser Beitrag zusammen.
Was ist die molekulare Ursache des Alterns? Welche Moleküle bestimmen die Lebensdauer unserer Zellen? Welche biochemischen Abläufe entscheiden über langes oder kurzes Leben eines Organismus? Wann und wie wird aus dem natürlichen Alternsprozess eine Alterskrankheit? Auch wenn in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl von molekularen Protagonisten in dem komplizierten Konzert des zellulären Alterns entdeckt wurde, der exakte molekulare Mechanismus des Alterns des Menschen ist bis heute nur teilweise verstanden. Vieles wurde erreicht: Die experimentelle Manipulation der maximalen Lebensspanne ist für einige Modellorganismen gelungen. So wurde etwa in verschiedenen Tiermodellen des Alterns eine erhebliche Verlängerung der Lebensdauer durch eine spezielle Ernährung oder genetische Manipulationen erreicht (…).
Verschiedene Organismen haben eine unterschiedliche Lebensspanne. Der Mensch wird heute durchschnittlich etwa 75 Jahre alt, eine Ratte etwa nur zwei Jahre. Eine durchschnittliche und eine maximale Lebenserwartung werden voneinander unterschieden. So kann der Mensch maximal 110 bis 120 Jahre alt werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung wuchs zwar durch den medizinischen Fortschritt innerhalb des letzten Jahrhunderts dramatisch an, aber das maximal erreichbare Alter hat sich dabei nicht wesentlich erhöht.
Christian Behl und F. Ulrich Hartl
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 02/2007 auf Seite 79 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.