Prävention des Diabetes mellitus
Eine der großen Herausforderungen in der Diabetologie ist – neben dem stetigen Wissenszuwachs im Hinblick auf die genetischen Ursachen des Diabetes mellitus Typ 2 – die Analyse effektiver Strategien zur Prävention dieses Diabetestyps sowie deren Umsetzung in bevölkerungsweite Programme.
In den letzten Jahren haben internationale Studien eindrücklich belegt, dass die Prävention bei Risikopersonen möglich und erfolgreich durchführbar ist. Es ist deshalb dringend notwendig, Programme zur Primärprävention des Diabetes mellitus im Rahmen des bestehenden Gesundheitswesens flächendeckend umzusetzen.
Notwendigkeit der Diabestesprävention
Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, deren Krankheitslast in erster Linie auf ihrer Chronizität sowie den chronischen Komplikationen beruht. Verschiedene medizinische, soziale als auch ökonomische Gegebenheiten der Erkrankung erfordern eine frühere primärpräventive oder therapeutische Intervention als bisher.
Die Prävalenz des Typ-2-Diabetes mit seinen kardiovaskulären Komplikationen steigt in Deutschland unvermindert an. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 6,5 Mio. bekannte Diabetiker und bis zum Jahr 2010 wird mit einer weiteren Mio. zusätzlich Betroffener gerechnet. Hinzu kommen noch etwa 1–2 Mio. nicht diagnostizierter Fälle. Hochrechnungen haben ergeben, dass fast jeder zweite im Jahr 2000 Geborene an einem Diabetes mellitus erkranken und aufgrund der damit verbundenen Komplikationen vor seinen Eltern sterben wird, wenn sich der Lebensstil nicht grundlegend ändert.
Korrespondierender Autor: Dr. Peter E.H. Schwarz
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 03/2007 auf Seite 108 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.