Schulverpflegung
Viele Schulen stehen derzeit vor der Herausforderung, eine schülergerechte Mittagsverpflegung anzubieten, die hohen und häufig scheinbar widersprüchlichen Anforderungen genügen soll. Sie soll schmecken, attraktiv sein und angenommen wer den, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit unterstützen, einen aktiven Beitrag zur Ernährungserziehung leisten, praktikabel sein und sich in den Schulalltag einpassen, der Imagepflege der Schule dienen und vieles andere mehr.
Nur wenig Augenmerk wurde bisher darauf gerichtet, welche Faktoren eigentlich dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler die Mittagsverpflegung in der Schule attraktiv finden und langfristig annehmen. Denn nur wenn die der Kalkulation zu Grunde liegenden Essenszahlen langfristig erreicht und gehalten werden, kann Schulverpflegung wirtschaftlich und erfolgreich betrieben werden.
Hintergrund und Fragestellung
Hilfestellungen zu den zahlreichen Fragen in der Planungs- und Einführungsphase werden inzwischen von verschiedenen Seiten angeboten. Beispiele dazu sind das aktuelle Heft des aid infodienstes „Verpflegung für Kids in Kindertagesstätte und Schule“, der aid-Ordner „Essen und Trinken in Schulen“, Informationen der Verbraucherzentrale NRW „Mittagsverpflegung in der Ganztagsschule – Erste Schritte zu einem optimalen Angebot“ oder auch der Internetauftritt www.schuleplusessen.de.
Ernährungsempfehlungen wurden ebenfalls von verschiedenen Seiten erarbeitet: Allgemeine Empfehlungen liefern beispielsweise die „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ der DGE, die „optimierte Mischkost“ , die vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund entwickelt wurde, und Publikationen wie „Bärenstarke Kinderkost“ der Verbraucherzentrale NRW. Im Speziellen bieten etwa die „Empfehlungen für das Mittagessen in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen“ vom Forschungsinstitut für Kinderernährung und die Bremer Checkliste ausführliche Ernährungsempfehlungen für die Verpflegung in Schulen. Rahmenkriterien zur Art und Menge der anzubietenden Lebensmittel wurden im Jahr 2005 von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung festgelegt.
Korrespondierende Autorin: Prof. Dr. Gertrud Winkler M.P.H. (winkler@hs-albsig.de)
Diesen Artikel finden Sie in Ernährung – Wissenschaft und Praxis 07/2007 auf Seite 307 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
