Beim Urlaub in der Türkei an Zeckenschutz denken

(nös) Bei Reisen in die Türkei sollte auch an Zeckenschutz gedacht werden. Denn seit wenigen Jahren ist bekannt, dass der Erreger des Krim-Kongo hämorrhagischen Fiebers, auch Krim-Kongo-Fieber, in weiten Teilen des Landes verbreitet ist – übertragen wird er vor allem durch Zeckenstiche. Darauf weist das Düsseldorfer CRM Centrum für Reisemedizin hin.

Foto: iStockphoto

Nach Angaben des CRM sind in diesem Jahr bereits sechs Menschen aus den Provinzen Corum, Samsun und Sivas an der Virusinfektion verstorben. Im vorigen Jahr wurden landesweit mehr als 150 Erkrankungen registriert. 2006 waren es sogar 438 Erkrankungen mit 27 Todesfällen.

Verbreitet ist das Krim-Kongo-Fieber in Osteuropa, Asien, Afrika und im mittleren Osten. In der Türkei sind vor allem das zentrale und das nördliche Anatolien betroffen. Aktuell wurden laut CRM außerdem 18 Erkrankungen aus dem Süden Russlands gemeldet, von denen bisher zwei tödlich verliefen.

Das Krim-Kongo-Fieber-Virus ist ein zu den Nairoviren zählendes RNA-Virus. Eine Infektion äußert sich zunächst durch grippeähnliche Symptome wie Fieber und Erschöpfung. Nach kurzer Zeit treten bereits Blutungen auf, die zu einem Kreislaufkollaps und Schock führen können. Je nach medizinischer Versorgung sterben etwa zehn bis 50 Prozent der Erkrankten.

Da es keine Impfung gegen das Virus gibt, sollten sich Reisende vorab erkundigen, ob in ihrer Reiseregion ein Risiko für eine Übertragung durch Zecken besteht. Zudem empfiehlt das CRM eine Beratung bei einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker.

23.05.08

Quelle: CRM Centrum für Reisemedizin

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