Weltweiter Tag der Nichtraucher
(kig) Am 31. Mai ist es wieder soweit und weltweit finden Aktionen rund um das Nichtrauchen statt. In diesem Jahr lautet das Motto des Tages: „Rauchfreie Jugend“. Die Veranstalter Deutsche Krebshilfe und Aktionsbündnis Nichtrauchen weisen aus diesem Anlass auf die gesundheitlichen Gefahren des Passivrauchens speziell für junge Menschen hin. Sie fordern weitere Aktionen, damit Kinder und Jugendliche gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen.
Foto: Bilderbox
Passend zum Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertags hat das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Publikation „Rauchende Kinder und Jugendliche in Deutschland – leichter Einstieg, schwerer Ausstieg“ veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass immer noch über 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland rauchen, und jeden Tag über 350 Menschen an den Folgen des Zigarettenkonsums sterben.
Dies mache deutlich, dass noch viel getan werden muss, um den Tabakkonsum auch in Deutschland einzudämmen. So gäbe es immer noch Kinderzigaretten aus Kaugummi oder Schokolade, Süßigkeitenautomaten neben denen für Zigaretten, Tabakverkauf an jeder Supermarktkasse und Tag und Nacht über die Automaten an jeder Straßenecke, Tabakwerbung an verkehrsreichen Straßen, gegenüber von Schulen sowie an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs.
Die Publikation enthält Handlungsempfehlungen für gesetzliche und nicht gesetzliche Maßnahmen sowie für die Finanzierung der Tabakprävention in Deutschland. Diese Empfehlungen stehen laut DKFZ im Einklang mit den Forderungen des Rahmenübereinkommens der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakgebrauchs.
Das Rahmenübereinkommen wurde von Deutschland unterzeichnet und ratifiziert, so dass die völkerrechtlichen Voraussetzungen für eine Umsetzung in nationales Recht gegeben sind. Eine besondere Bedeutung in der Tabakprävention kommt dabei den gesetzlichen Maßnahmen zu:
- Neben weiteren Tabaksteuererhöhungen sollten bundesweit rauchfreie Schulen und Schulgelände, rauchfreie Diskotheken und Freizeiteinrichtungen erreicht werden.
- Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen ist auch ein umfassendes Tabakwerbeverbot unter Einbeziehung aller Variationen der direkten und indirekten Werbung notwendig.
- Ein konsequent durchgesetztes Abgabeverbot kostenloser und kostenpflichtiger Tabakwaren aller Art an Jugendliche sowie ein Verbot von Kinderzigaretten schützen.
- Drastische bildliche Warnhinweise auf Zigarettenpackungen können Kinder und Jugendliche vom Kauf abhalten. Daher sollten alle Tabakwaren großflächige, bildliche Warnhinweise erhalten.
Neben diesen Empfehlungen werden weitere Maßnahmen, die ihre Wirksamkeit vielfach bewiesen haben, vorgeschlagen. Die Publikation „Rauchende Kinder und Jugendliche in Deutschland – leichter Einstieg, schwerer Ausstieg“ ist einzusehen unter www.tabakkontrolle.de oder gedruckt zu beziehen über who-cc@dkfz.de.
30.05.08
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung