Obst und Gemüse für Schulkinder

(kig) Ab dem Schuljahr 2009/10 sollen Schulkinder nach Willen der EU-Kommission kostenlos frisches Obst und Gemüse erhalten. Dafür werden von der EU jährlich 90 Millionen Euro bereitgestellt, die durch Mittel der Mitgliedstaaten ergänzt werden sollen. Ziel ist eine Verbesserung der Gesundheit und der Ernährungsgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen.

Foto: Bilderbox

Hintergrund des gestrigen Vorschlags der EU-Kommission ist das Weißbuch „Ernährung, Übergewicht, Adipositas: Eine Strategie für Europa“. Sachverständige sind sich darüber einig, dass eine gesunde Ernährung entscheidend dazu beitragen kann, das Ausmaß der Fettleibigkeit und ernsthafte Gesundheitsprobleme, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2, im Alter zu reduzieren.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse pro Person zu verzehren. Die meisten Europäer erreichen diesen Mindestwert nicht, und die rückläufige Tendenz ist bei Jugendlichen besonders ausgeprägt.

Aus Studien geht zudem hervor, dass sich gesunde Ernährungsgewohnheiten in der Kindheit herausbilden. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Familien mit geringem Einkommen in der Regel weniger Obst und Gemüse konsumieren. Daher kann die kostenlose Abgabe solcher gesunder Erzeugnisse in Schulen eine konkrete Veränderung bewirken, vor allem bei den unterprivilegierten Schichten.

Der Nutzen des EU-Schulobstprogramms kann noch verstärkt werden, wenn es mit Sensibilisierungs- und Aufklärungsmaßnahmen einhergeht, durch die den Kindern und Jugendlichen die Bedeutung guter Ernährungsgewohnheiten verdeutlicht wird. Des Weiteren soll die Vernetzung der verschiedenen nationalen Behörden, die erfolgreich eigene Schulobstprogramme durchführen, gefördert werden. Den Regierungen steht es jedoch frei, ob sie ein solches Programm durchführen wollen.

09.07.08

Quelle: EU-Kommission

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