EU will Milchkonsum an Schulen fördern

(nös) Bereits seit über 30 Jahren fördert die Europäische Union die Schulmilchprogramme ihrer Mitgliedstaaten. Am vergangenen Freitag hat die EU-Kommission eine Neuauflage dieser Regelung angenommen. Danach werden neben traditioneller Milch künftig auch andere Milchprodukte bezuschusst. Zudem dürfen dann auch weiterführende Schulen das Angebot beanspruchen.

Foto: Bilderbox

In Zukunft, so die Kommission, werden die Zuschüsse eine breitere Palette von Milchprodukten abdecken. Dazu zählt neben traditioneller Trinkmilch dann auch Käse. Aber auch fermentierte Milchprodukte mit oder ohne Fruchtzugabe, wie zum Beispiel Joghurt, Buttermilch oder Kefir werden dann mit EU-Geldern gefördert. Die Auswahl der Produkte treffen die Mitgliedstaaten in Eigenregie, und können somit auf landestypische Aspekte eingehen.

Ebenfalls neu ist, dass nicht nur Vorschulen und Grundschulen an dem Schulmilchprogramm teilnehmen können, sondern auch weiterführende Schulen, wie in Deutschland etwa Gymnasien, Gesamt- oder Realschulen.

Zu der Neuauflage des EU-Schulmilchprogramms durch diverse Vorschläge von Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments gekommen. Die Regelung tritt bereits ab August 2008 in Kraft tritt. Nach Angaben der zuständigen EU-Kommissarin Mariann Fischer Boel trage dies zum Kampf gegen Fettleibigkeit bei und helfe, die wesentlichen Elemente für die Gesundheit und das Wachstum von Kindern zu gewährleisten.

Das EU-Schulmilchprogramm gibt es bereits seit 30 Jahren, wenn auch in immer wieder etwas veränderter Form. Im Schuljahr 2006/07 wurden in 22 Mitgliedsstaaten rund 305000 Tonnen Milch verteilt. Dazu steuerte die Gemeinschaft mehr als 50 Millionen Euro bei.

15.07.08

Quelle: Europäische Kommission

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