Preise für verpackte Bioware sinken

(kig) Vor allem durch die Erweiterung des Biosortiments der Discounter sind die durchschnittlichen Ausgaben der Verbraucher für die Bioprodukte gesunken. Dies teilte die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) mit.

So hätten Verbraucher beispielsweise für Bioteigwaren 2006 um 15 Prozent weniger als im Vorjahr zahlen müssen. Gleichzeitig stiegen die konventionellen Preise oder sanken weniger als die der entsprechenden Bioprodukte, so dass der Preisunterschied zwischen konventioneller und Bioware abnahm.

Trotz der immer noch höheren Preise für Bioprodukte boomt das Geschäft im preissensiblen Deutschland. Der Umsatz aller von der ZMP beobachten verpackten Bioprodukte (Milch, Joghurt, Quark, Butter, Babynahrung, Müsli, Nudeln, Mehl, pflanzliche Brotaufstriche, Süßgebäck, TK-Gemüse und Säfte) stieg 2006 im konventionellen Handel um 22 Prozent.

Biomehl wurde 2006 doppelt so teuer verkauft wie die konventionellen Varianten und pflanzliche Brotaufstriche kosteten knapp 140 Prozent mehr. So hohe Preisunterschiede sind aber Ausnahmen: Die hohe Differenz bei Mehl liegt am sehr niedrigen konventionellen Preisniveau. Pflanzliche Bio-Brotaufstriche dagegen werden in kleineren Mengen – die Packungen enthalten etwa ein Drittel weniger – angeboten, um die Preisschwelle des Kunden nicht zu überschreiten. Pro Packung beträgt der Mehrpreis für Bio nur knapp 60 Prozent.

Viele Biorohstoffe sind knapp und die Verarbeiter mussten höhere Preise an die Lieferanten zahlen, wenn sie keine langfristigen Verträge hatten. Diese Ausgaben konnten aber meist nicht an den Handel weitergeben werden. So blieb beispielsweise der Bio-Müslipreis stabil, obwohl gerade Biohafer extrem knapp war. Die Mostereien dagegen konnten die höheren Preise für Bioäpfel weitergeben und Obstsaft wurde im Schnitt 9 Prozent teurer.

30.05.07

Quelle: Zentrale Markt- und Preisberichtstelle

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