Typ-2-Diabetes und Körpergewicht
(kig) Mehrere genetische Varianten erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes-mellitus und beeinflussen das Körpergewicht. Das fand jetzt ein internationales Forscherteam heraus.
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Durch die Analyse von Patientengruppen aus Dänemark, West Afrika und Island identifizierten die Wissenschaftler mehrere genetische Varianten des TCF7L2-Gens. Die Variante HapB(T2D) birgt danach das höchste Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Menschen mit einer Kopie dieser Variante besitzen ein um circa 45 Prozent erhöhtes Risiko. Bei zwei Kopien erhöht sich das Risiko sogar um 100 Prozent.
Durch die Analyse von Patientengruppen aus Dänemark, West Afrika und Island identifizierten die Wissenschaftler mehrere genetische Varianten des TCF7L2-Gens. Die Variante HapB(T2D) birgt danach das höchste Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Menschen mit einer Kopie dieser Variante besitzen ein um circa 45 Prozent erhöhtes Risiko. Bei zwei Kopien erhöht sich das Risiko sogar um 100 Prozent.
Die Wissenschaftler wiesen zudem einen Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Varianten des TCF7L2-Gens und dem Körpergewicht nach. Erste Hinweise zeigen, dass das TCF7L2-Gen an der Regulation von Hormonen beteiligt ist, die die Balance zwischen Sättigungsgefühl und Appetit kontrollieren. Je nachdem welche Variante des TCF7L2-Gens im Erbgut vorhanden ist, hat man eine etwas höhere oder etwas niedrigere genetische Risikoveranlagung, übergewichtig zu werden.
Dieser Effekt ist bei Männern stärker als bei Frauen: Männer mit der HapB(T2D)-Variante wiegen durchschnittlich meist etwas weniger in Relation zur Körpergröße, haben also einen geringeren Body-Mass-Index (BMI). Im Gegensatz dazu besitzen Männer mit der genetischen Variante HapA einen höheren BMI, wiegen also mehr.
Interessant ist, dass die HapA-Genvariante zwar das Risiko für die Entwicklung von Übergewicht erhöht, aber bei der Entwicklung des Typ-2-Diabetes nur eine nebensächliche Rolle spielt. Umgekehrt bewirkt die HapB(T2D)-Genvariante, dass die Menschen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße sogar weniger wiegen, birgt aber andererseits ein besonders hohes Risiko für Typ-2-Diabetes.
30.01.07
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft