Dauerbrenner Diarrhö

Durchfallerkrankungen zählen zu den häufigsten Gesundheitsstörungen. Mehr als 40 Millionen Deutsche trifft die Erkrankung jedes Jahr. Weltweit liegt die Zahl der Diarrhöfälle sogar bei über einer Milliarde pro Jahr. Im folgenden Artikel erfahren Sie, was empfehlenswert zur Selbstmedikation ist, wenn es im Gedärm plötzlich zu rumoren beginnt.

Diarrhö

Auf Reisen in tropischen Gefilden wundert sich niemand, wenn das schon seit Stunden flaue Gefühl in der Magen-Darm-Gegend plötzlich „nach hinten“ losgeht. Gut, wenn das stille Örtchen dann schnell erreichbar ist. Dass Durchfallerkrankungen auch in der kalten Erkältungszeit Konjunktur haben, ist den meisten weniger bewusst. Vor allem weil der Zusammenhang zwischen Nase und Darm nicht gerade auf der Hand liegt. Durchfälle folgen Erkältungen gern auf den Fuß, weil durch die gerade überstandenen Schnupfen- und Hustenattacken das Immunsystem noch nicht voll auf der Höhe ist. Zudem rücken die Menschen im Winter enger zusammen und verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen. In der trocken überheizten Luft von Großraumbüros oder engen Klassenräumen gedeihen die Erreger besonders gut und können schnell „weitergereicht“ werden.

Wenn es akut wird

Nicht jeder, der mal einen dünneren Stuhl hat, leidet gleich unter Durchfall. Mediziner sprechen erst von einer Diarrhö, wenn mehr als dreimal pro Tag Stuhl abgeht und das Stuhlvolumen mehr als 200 Gramm pro Tag beträgt. Durch einen Wassergehalt von 75 bis 85 Prozent ist die Konsistenz breiig bis flüssig. Häufig wird der Aufruhr im Darm von Übelkeit, Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber begleitet. Was die Betroffenen dann aufs stille Örtchen zwingt, ist eigentlich eine Schutzreaktion, mit der sich der Körper von eingedrungenen Erregern oder Giften befreien will. Hält eine Diarrhö länger als vier Wochen an, bezeichnet man sie als chronisch.

Stefanie Fastnacht

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 11/2007 auf Seite 44 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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