Purinarm essen bei Gicht

Ein Meeresfrüchteteller beim Italiener oder ein Stück kross gebratenen Schweinebraten, dazu ein kühles Bierchen, das sind wahre Hochgenüsse. Gichtpatienten treiben solche Purinbomben allerdings die Harnsäurewerte in die Höhe. Mit Rücksicht auf ihre Gesundheit sollten sie ihren Fleisch- und Fischgenuss daher stark einschränken.

Eine purinarme Ernährung hilft den meisten Patienten ihre erhöhten Harnsäurewerte ohne medikamentöse Unterstützung zu senken. Nahrungsmittel, die mehr als 150 mg Harnsäure pro 100 g enthalten, sollten aus dem Speiseplan gestrichen werden. Spezielle Lebensmitteltabellen unterstützen den Betroffenen bei der Orientierung.

Langfristig bewährt hat sich eine Kost auf ovolaktovegetabiler Basis, die nicht mehr als 500 mg Harnsäure pro Tag liefert und deren Tagesenergiemenge sich aus maximal zehn Prozent Eiweiß, 30 Prozent Fett und 60 Prozent Kohlenhydraten zusammensetzt. Die prozentuale Verteilung der Nahrungsbausteine spiegelt deren Puringehalt wieder. Während eiweißreiche Lebensmittel oft sehr viele Purine enthalten, haben kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wenig bzw. gar keine. Erlaubt sind Milch- und Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse, aber nur wenig Fisch, Fleisch und Alkohol. Davon abzugrenzen ist die streng purinarme Ernährung, die nur eine tägliche Purinzufuhr bis 300 Milligramm Harnsäure erlaubt. Sie ist während eines akuten Gichtanfalls oder in sehr hartnäckigen Fällen indiziert.

Stefanie Fastnacht

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 12/2007 auf Seite 16 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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