Heilen mit Blüten und Sonnenkraft
Die Ursache jeder Erkrankung ist ein seelisches Ungleichgewicht. Krankheit hat keinen „materiellen Ursprung“, sondern ist die Folge „des Wirkens tiefer und anhaltender Kräfte, […] das Ergebnis eines Konfliktes zwischen Seele und Gemüt“. Mit diesen Worten beschreibt der britische Mediziner Dr. Edward Bach die gedankliche Basis seiner Bachblütentherapie.
Dr. Edward Bach wurde am 24. September 1886 in Moseley in der Nähe von Birmingham geboren. Er studierte Medizin in London und Cambridge und arbeitete zunächst als Chirurg, später dann in der Immunologie. Er beschäftigte sich dort mit der Entwicklung von Impfstoffen aus Darmbakterien. Um 1917 erkrankte er schwer und konnte zeitweise seinem Beruf nicht nachgehen. Er nahm 1918 seine Tätigkeit am Homöopathischen Hospital in London auf, an dem er Nosoden entwickelte, eine homöopathische Variante seiner bakteriellen Impfstoffe.
Von 1920 bis 1930 arbeitete er selbstständig als Arzt in London. Ab dem Jahr 1930 behandelte Bach seine Patienten mit der nach ihm benannten Blütentherapie und veröffentlichte 1931 sein bekanntestes Buch „Heile Dich selbst“, aus dem das im Vorspann aufgeführt Zitat stammt. 1933 erschien die Broschüre „Die zwölf Heiler und andere Heilmittel“, in der die Pflanzen und Herstellungsmethoden der Blütentherapie beschrieben sind. Bachs Therapieansatz ist durch zahlreiche Erkenntnisse der Psychoanalytik und Psychotherapie (vor allem von Carl Gustav Jung) stark beeinflusst. Am 27. November 1936 starb Bach im englischen Sotwell an Herzversagen.
Constanze Schäfer
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 02/2008 auf Seite 46 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
