Praktische Tipps zur TCM-Ernährung
Keine Zeit zum Essen, schnell ein Schokoriegel für zwischendurch und anstelle einer vernünftigen Mahlzeit Fastfood oder fettreiche Tiefkühlkost. Die Ernährungssünden schlagen nicht nur auf der Waage zu Buche sondern sind trotz ihres übermäßigen Kalorienangebots wahre Energieräuber. Praktische Ernährungstipps aus der TCM können helfen, dem Teufelskreis zu entkommen.
Wer sich in schulmedizinischen Werken über Ernährungslehre informiert, verzweifelt bald an den Tabellen. Akribisch wird dort der Gehalt an Nährstoffen aufgelistet und der Bedarf für die jeweilige Körpergröße und Tätigkeit ermittelt. Alles sei nur eine Frage der richtigen Bilanz. Doch die wahre Befriedigung, die eine leckere Mahlzeit verschafft, bleibt bei diesen Quantitäten leicht auf der Strecke. Stattdessen wird dem Leser ein Schuldbewusstsein für sein Fehlverhalten eingepflanzt, das er mit größter Wahrscheinlichkeit am liebsten unter einem Berg Pommes begraben würde.
Der Einfluss von Süßem und Fett
Mit den Speisen müssen stets alle fünf Elemente versorgt werden. Ihre thermische Wirkung sollte zwischen kühl und warm liegen, nicht jedoch in den Extrembereichen heiß oder kalt. Die Grundlagen hierzu können Sie in DAS PTA MAGAZIN Heft 12/2007 nachlesen. Erhält ein Element über die Nahrung eine übermäßige Energiezufuhr, so kommt es ebenso zu Störungen des Gesamtgefüges, wie bei einer Mangelversorgung. Schließlich nährt stets das vorangehende Element aus dem Zyklus Holz (H) – Feuer (F) – Erde (E) – Metall (M) – Wasser (W) seinen Nachfolger und kontrolliert bzw. bremst das übernächste Element (siehe DAS PTA MAGAZIN 1/2 2007).
Im sinnvollen Maß genossen, nährt Süßes das Element Erde und stärkt den Funktionskreis von Magen und Milz. Es liefert eine aktive Energie, die dazu beiträgt, Anspannungen auszugleichen. Kein Wunder also, dass wir bei Stress gerne im Süßigkeitenregal zulangen.
Ein Zuviel an Fettem und Süßem bringt jedoch den Elemente-Zyklus durcheinander:
- Es überfüttert das Element Erde (große Feuchtigkeitsbildung).
- Erde nährt Metall im Übermaß (Schleimbildung).
- Erde kontrolliert Wasser (Ansammlung von Ödemen).
- Das Holzelement, welches das Erdelement kontrollieren soll, wird von dessen Übermaß blockiert (Übelkeit).
- Holz kann Feuer nicht mehr versorgen (Konzentrationsmangel)
Petra Schicketanz
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 02/2008 auf Seite 56 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
