Kinder in Gefahr

Ein Notfall ist eine akut auftretende Krankheitssituation, die lebensbedrohlich sein kann. Mindestens führt sie jedoch zu bleibenden Schäden oder der Heilungsprozess wird erheblich verzögert, wenn nicht sofort behandelt wird. Treten Notfälle bei Kindern auf, sind einige Besonderheiten zu beachten. Besonders wichtig ist die korrekte Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Nicht nur bei Erwachsenen löst ein Notfall oft panische Angst und unüberlegte Reaktionen aus. Auch Kinder können in einer solchen Situation sehr verängstigt sein oder sogar abwehrend auf die helfenden Personen reagieren. Daher kommt es bei einem Notfall im Kindesalter zunächst vor allem darauf an, dass die Ersthelfer beruhigend auf den kleinen Menschen und gegebenenfalls auch auf die ängstlichen und hilflosen Eltern oder Betreuungspersonen einwirken. Dem Kind sollte vor allem das Gefühl gegeben werden, dass man ihm helfen will und es nicht allein gelassen wird.

Die häufigsten Notfälle

Die wichtigste Maßnahme beim Notfall ist das Absetzen eines Notrufes. Bis zum Eintreffen des Notarztes werden je nach Situation Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt, über die hier ein Überblick gegeben werden soll.

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Anaphylaktischer Schock

Hierunter versteht man ein akutes Kreislaufversagen als Folge einer schweren, allergischen Reaktion. Im Kindesalter haben folgende Allergene die größte Bedeutung: Insektengift, Nahrungsmittel (vor allem Milch, Hühnereiweiß, Fisch, Erdnüsse) und Medikamente (z. B. Penicilline).

Die Symptome eines anaphylaktischen Schocks können innerhalb von Sekunden und Minuten, aber auch erst nach Stunden auftreten und sind in ihrem Schweregrad nie vorhersehbar.

Folgende Symptome werden am häufigsten beobachtet:

  •  Hautreaktionen: Quaddeln, Juckreiz, Erythem
  •  Reaktionen an den Augen: Rötung, Juckreiz, Tränenfluss
  •  Atemwegsreaktionen: pfeifendes Atemgeräusch, Husten, Giemen bis hin zum Atemstillstand
  •  Kreislaufreaktionen: Hypotonie, Tachykardie, Arrhythmien bis hin zum Herzstillstand
  •  gastrointestinale Reaktionen: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö
  •  zerebrale Reaktionen: Kopfschmerzen, Unruhe, Bewusstseinsverlust, Krämpfe.

Dr. Claudia Bruhn

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 06/2008 auf Seite 10 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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