Traditionelle Chinesische Medizin, Teil 2: Anamnese
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Krankheit als Störung des Gesamtgefüges aus Mensch und Umwelt bewertet. Disharmonien zeigen sich in Form von energetischen Blockaden oder Mangelzuständen. Dementsprechend wird in der Diagnostik nicht nach Einzeldefekten gesucht, sondern nach den Ursachen, die das harmonische Gleichgewicht von Körper und Geist aus der Balance bringen.
Bereits im ersten Teil dieser Serie in unserer Februarausgabe wurde das Zusammenspiel der Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser beschrieben. Dort finden Sie auch eine Tabelle mit den jeweils zugeordneten Organen, Lebensphasen etc. Jeder Eingriff in dieses System wirkt sich auf das fließende Gleichgewicht der fünf Elemente aus, die deshalb schließlich als Wandlungsphasen bezeichnet werden. Die verschiedenen diagnostischen Möglichkeiten liefern die unterschiedlichsten Hinweise auf einen Zusammenhang der aktuellen Befindlichkeit mit dem einen oder anderen Element und damit den Schlüssel zur benötigten Therapie.
Diagnostik
Die Untersuchungen eines TCM-Therapeuten können sehr umfangreich sein. Folgende Untersuchungsverfahren gelten als die fünf Säulen der TCM-Diagnostik:
- Anamnese: Befragung des Patienten nach aktuellem Zustand und der Vorgeschichte
- Inspektion: äußerliche Untersuchung; betrachtet werden vor allem Gesicht und das äußere Erscheinungsbild sowie die Zunge
- Auskultation: Abhören/Abhorchen von Stimme, Atmung und Husten
- Olfaktion: Geruchswahrnehmung
- Palpation: Abtasten des Abdomens und Pulsuntersuchung.
Petra Schicketanz
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 04/2007 auf Seite 24 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
