Wenn neues Leben entsteht
Im Verlauf einer Schwangerschaft können Beschwerden oder behandlungsbedürftige Erkrankungen auftreten. Für die Selbstmedikation gilt der Grundsatz: So wenige Arzneimittel so kurz wie möglich anwenden. Sofern es machbar ist, sollte im ersten Schwangerschaftsdrittel auf Medikamente ganz verzichtet werden. Eine Übersicht über typische Beschwerden gibt dieser Beitrag.
Neues Leben
Prinzipiell kann eine Schwangere an jeder Befindlichkeitsstörung oder Krankheit leiden, wie jede andere Frau auch. Diese müssen dann mit Rücksicht auf die Situation so sanft und effektiv wie möglich kuriert werden. Manche Beschwerden werden hingegen durch eine Schwangerschaft begünstigt bzw. sind eine direkte Folge davon. Sie stehen im Focus dieses Beitrages.
Abgeschlagenheit und Müdigkeit
Dass sich eine Schwangere oft schlapp und müde fühlt, ist nicht verwunderlich, denn ihr Körper vollbringt in dieser Zeit Höchstleistungen. Sie sollte sich daher so oft wie möglich eine kleine Ruhepause gönnen, beispielsweise täglich einen Mittagsschlaf.
Auch ein geringer Eisengehalt des Blutes kann starke Müdigkeit zur Folge haben. Der betreuende Frauenarzt kontrolliert während der Schwangerschaft den Hämoglobin-Spiegel. Er sollte bei Frauen 12 bis 16 g/dl betragen. Allerdings sinkt der Hb-Wert erst ab, wenn die Eisenspeicher in Leber und Milz leer sind. Ein „Frühwarnwert“ ist hingegen der Serum-Ferritin-Wert (Normalwert > 30 µg/l), der schon vorher reagiert. Gegebenenfalls verordnet der Arzt ein Eisenpräparat. Eine prophylaktische Eiseneinnahme ohne vorherige Kontrolle des Eisenstatus wird nicht empfohlen.
Dr. Claudia Bruhn
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 04/2007 auf Seite 36 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
