Aktion des Monats: Wechseljahre
Frauen in den Wechseljahren bemerken die Folgen der hormonellen Umstellungen nicht nur an Körpersilhouette und Haut. Auch die Nerven liegen schneller blank. Gleichzeitig verändert sich in dieser Zeit häufig das familiäre Umfeld: Kinder werden flügge oder Eltern sterben. Kein Wunder, dass viele dieser Lebensphase mit zwiespältigen Gefühlen entgegen blicken.
Foto: fotolia
Die Wechseljahre markieren den Übergang von der fruchtbaren Phase in die Zeit, wo das weibliche Fortpflanzungsvermögen langsam erlischt. Während frau in anderen Kulturkreisen nach dem Ausbleiben der Menstruation häufig als gereifter gilt und ein eher höheres gesellschaftliches Ansehen genießt, wird bei uns das Klimakterium oftmals mit dem Verlust von Jugendlichkeit und Attraktivität gleichgesetzt. Etwa jede dritte Frau kämpft in dieser Zeit mit Hitzewallungen, Nervosität, depressiven Verstimmungen, Gewichtsproblemen, Schlafstörungen oder Muskel- und Gelenkbeschwerden. Mit einer Aktion rund um das Thema Wechseljahre präsentiert sich die Apotheke als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Frauengesundheit und kann Betroffenen helfen, diese Stufe auf der Lebensleiter beschwerdefreier zu erklimmen.
Grundsätzliches zur Aktion
Nicht erst seit die Hormonersatztherapie kontrovers diskutiert wird, wünschen sich viele Frauen einen möglichst natürlichen Umgang mit den Wechseljahren. Eine Aktion zum Thema Wechseljahre klärt auf, vermittelt Wissen um die Zusammenhänge und zeigt, wie und mit welchen Medikamenten die Folgen der Hormonumstellung gemeistert werden können.
Frauen ab 50 und aufwärts, die ganz klar zur Zielgruppe gehören, sind oft gut situiert und möchten von sich aus etwas gegen die lästigen Symptome der hormonellen Talfahrt unternehmen. Sie werden in der Apotheke vorstellig und fragen gezielt nach passenden Präparaten gegen Hitzewallungen & Co. Ebenfalls zur Zielgruppe gehören 40- bis 45-Jährige, die „früh“ in die Wechseljahre kommen. In den USA gibt es für diese Gruppe einen eigenen Terminus, die „early pausers“ oder „frühen Wechseljahrsfrauen“.
Davon abzugrenzen sind die vorzeitigen Wechseljahre, die je nach medizinischer Definition vor dem 40. bzw. 35. Lebensjahr auftreten und deren Diagnose für Betroffene einen regelrechten Schock bedeutet, weil damit möglicherweise auch die Kinderlosigkeit besiegelt wird. Beide Gruppen fallen leicht durchs „Wechseljahrsraster“. Trotzdem sind sowohl die früh als auch die vorzeitig Betroffenen dankbar für Gesundheitstipps und bereit, aktiv etwas gegen ihre Beschwerden zu unternehmen.
Selbst Männer lassen sich für das Thema sensibilisieren: Aufklärung beim starken Geschlecht sorgt für mehr Verständnis und hilft zum Beispiel, partnerschaftliche Probleme in und nach der Zeit der hormonellen Umstellung besser zu bewältigen.
Stefanie Fastnacht (s.fastnacht@vff.uni-frankfurt.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 12/2008 auf Seite 14 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
