Alternative Heilmethoden: die Sinnesorgane
In den kommenden Monaten stellen wir Ihnen verschiedene Alternative Heilmethoden vor. Unsere neue Serie startet mit Erkrankungen des Auges, der Ohren und der Nase. Durch diese Sinnesorgane nimmt der Mensch real teil an der Welt. Sie schaffen zusammen mit dem Nervensystem den physikalischen und emotionalen Bezug zur Außenwelt. Daher haben ihre Erkankungen einen starken Einfluss auf das seelische Wohlbefinden.
Sinneseindrücke werden über Rezeptoren aufgenommen und zu Wahrnehmungszentren im Gehirn weitergeleitet. Hier entscheidet der Thalamus, als das Tor zum Bewusstsein im Zwischenhirn, ob ein Reiz wichtig genug ist, um registriert zu werden und ob eine motorische und/oder metabolische Reaktion zu erfolgen hat. Diese Impulse gehen vom Hypothalamus aus, dem Steuerungszentrum des Hormonsytems, sowie vom vegetativen Nervensystem, dem Sympathikus und Parasympathikus angehören.
Ein kleiner Einblick in die Anthroposophie
Unter den Sinnesfunktionen versteht man im Allgemeinen die Wahrnehmungsfunktionen, die an die Haut gekoppelt sind (hierzu mehr in der Ausgabe DAS PTA MAGAZIN 7/07) und die Funktionen der Kopfsinnesorgane. Die anthroposophische Medizin ordnet die Art der Sinne nach dem Grad ihrer Bewusstheit und in Analogie zur Tageszeit.
Nacht-Sinne (schlafend)
Während der Nachtruhe konzentriert sich die Wahrnehmung auf die drei folgenden Sinne. Der Tastsinn stellt den Bezug her zwischen dem Getasteten und der Körperoberfläche. Der Eigenbewegungssinn fasst alle mit dem Bewegungsvorgang verbundenen Wahrnehmungen zusammen und ist eng mit dem Tastsinn verknüpft. Der Lebenssinn gibt zu allen Eindrücken sein letztes Urteil und bewertet, ob sie ermüdend, krankmachend, vitalisierend oder erfrischend sind.
Sylvia Dauborn
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 05/2007 auf Seite 44 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
