Reisen mit Kindern: So gelingt der Urlaub
Es gibt vieles zu bedenken, wenn Kinder mit auf Reisen gehen sollen. Denn sie sind meist anfälliger für gesundheitliche Probleme, die während der An- und Abreise oder am Urlaubsort auftreten können. Damit Sie für das Beratungsgespräch gut gerüstet sind, haben wir die wichtigsten Informationen zusammengestellt, die Sie Ihren Kunden – im wahrsten Sinne des Wortes – mit auf den Weg geben können.
Als Einstieg ins Beratungsgespräch empfehlen sich folgende drei Fragen: Wie alt sind die mitreisenden Kinder? Wohin geht die Reise? Und vor allem: Wann beginnt sie? Denn falls vor dem Urlaub Impfungen aufgefrischt werden müssen oder eine Malariaprophylaxe notwendig sein sollte, ist es wichtig, beizeiten damit anzufangen.
Impfstatus prüfen
Vor allem, wenn der Urlaubsort im Ausland liegt, ist die anstehende Reise eine gute Gelegenheit für einen kritischen Blick in die Impfkalender der Mitreisenden. Kinder sollten vor Reiseantritt alle von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin (STIKO) empfohlenen Impfungen erhalten haben, mindestens jedoch einen ausreichenden Schutz gegen Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis besitzen. Denn einige der in Deutschland nicht mehr oder nur selten vorkommenden Infektionskrankheiten treten in beliebten Urlaubsländern noch auf, wie zum Beispiel die Poliomyelitis in Ägypten. Erwachsene sollten überprüfen, ob sie noch ausreichend vor Diphtherie und Tetanus-Infektionen geschützt sind. Die STIKO zählt zu den Reiseimpfungen Immunisierungen gegen Cholera, FSME, Gelbfieber, Hepatitis, Meningitis, Tollwut und Typhus.
Cholera
Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den internationalen Reiseverkehr eine Impfung gegen Cholera heute nicht mehr empfiehlt, kann in Ausnahmefällen von einem Ziel- oder Transitland der Nachweis einer solchen Impfung verlangt werden. In Deutschland ist für Kinder ab zwei Jahren ein oraler Cholera-Impfstoff (Dukoral®) zugelassen. Zum Schutz vor Ansteckung ist im Urlaubsland die strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen wichtig, da die Übertragung der Cholera meist durch fäkale Verunreinigungen von Wasser, Milch, Obst oder Gemüse erfolgt.
Dr. Claudia Bruhn
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 06/2007 auf Seite 32 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
