Lebenslänglich – Pflegefall Haut
Nicht nur sommers wie winters stellt unsere Haut unterschiedliche Ansprüche an ihre Pflege. Auch im Lauf eines Lebens verändern sich die Bedürfnisse. In den nächsten Ausgaben zeigen wir Ihnen, beginnend mit dem Babyalter, wie sich unser größtes Organ verändert und was in den einzelnen Lebensabschnitten bei der Pflege im Vordergrund stehen sollte.
Ganze zwei Quadratmeter groß erfüllt das Hautorgan viele Aufgaben. Es dient der Wärmeregulation, speichert Fett und Wasser und schirmt den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen ab. Als Sinnesorgan registriert es Berührungen, Kälte oder Wärme. Babys dient die Haut als erstes Kommunikationsmittel. Gleich nach der Geburt können sie über sie Kälte und Wärme spüren oder Berührungen wahrnehmen.
Erblickt ein neuer Erdenbürger das Licht der Welt, ist das Hautorgan seinen Anforderungen aber noch nicht gewachsen, sondern muss erst ausreifen. Hautpflegekonzepte für Babys und Kinder sollten daher besondere Anforderungen erfüllen. Wir zeigen Ihnen, welche.
Die ausgereifte Haut
Die menschliche Haut gliedert sich in die Unterhaut (Subcutis), die Lederhaut (Dermis) und die Oberhaut (Epidermis). Die Unterhaut enthält viele Fettzellen, die den Körper vor Stoß und Druck schützen und zur Wärmeisolierung beitragen. In der Lederhaut liegen Nervenzellen, Talg- und Schweißdrüsen. Feine Blutgefäße versorgen die Haut mit Nährstoffen. Die Oberhaut wiederum gliedert sich in verschiedene Schichten und schließt nach außen mit der Hornschicht (Stratum corneum) als direkter Kontaktfläche zur Umwelt ab.
Sie produziert Immun- und Pigment-bildende Zellen sowie Hautzellen. Auf ihrer Wanderung durch die Oberhaut ins Stratum corneum verhornen die Hautzellen. Dort werden sie, vergleichbar mit einer Backsteinmauer, übereinander geschichtet. Epidermale Fette geben Halt und verschließen die Fugen. Zusätzlich ist die Hornschicht von einem dünnen Wasser-Fett-Film (Hydro-Lipid-Film) überzogen, der vor Austrocknung schützt. Normale, gesunde Haut weist zudem einen leicht sauren pH-Wert zwischen 5,4 und 5,9 auf (Säureschutzmantel) und trägt zur Abwehr von schädlichen Keimen bei.
Stefanie Fastnacht
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 06/2007 auf Seite 54 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
