Alternativ heilen: die kranke Haut
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie bildet eine multifunktionale Kontakt- und Grenzschicht zwischen Selbst und Außen. Funktionsstörungen innerer Organe und seelische Konflikte können sich über sie ein Ventil suchen. Ihre naturheilkundliche Therapie soll körperliche Auslöser und Zusammenhänge berücksichtigen, aber auch deren Beziehung zu persönlichen Abgrenzungsfragen und psychischen Konflikten.
Die Haut ist ein psychisches und physisches Indikator- und Ausscheidungsorgan und wird auch als „dritte Niere“ oder „Spiegel der Gesundheit“, bezeichnet. Für Erkrankungen wie Neurodermitis kennt man auch Umschreibungen wie „Weinen über die Haut“.
Ein zufriedenstellender Therapieerfolg kann nur über ausleitende und regulative Methoden erzielt werden, keinesfalls mit unterdrückenden Behandlungen, die Symptome zwar schneller zum Abklingen bringen, aber häufig zu Symptomverschiebungen und Rezidiven führen. Ein klassisches Beispiel ist der Wechsel zwischen Neurodermitis und Asthma.
Nachfolgend sind verschiedene Verfahren beschrieben, die in der Naturheilkunde klassisch bei Hauterkrankungen zu Einsatz kommen.
Ausleitungsverfahren
Ausleitende Verfahren sind eine sinnvolle adjuvante Anwendung bei Hautkrankheiten. Sie können einen in seinen Eigenregulationen gestörten Organismus wieder in die Lage versetzen, sich autoregulativ von Stoffwechselschlacken zu trennen und die normale Funktion der Organe herzustellen. Zu den klassischen Ausleitungsverfahren zählen u. a. Schröpfen (lokale Saugglockenanwendung, Baunscheidtieren (Hautnadelungen in Verbindung mit Reizölen), Aderlass und Blutegelbehandlung (siehe auch DAS PTA MAGAZIN, 05/07, ab Seite 50).
Sylvia Dauborn
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 07/2007 auf Seite 40 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
