Problemfall Prostata

Sehr viele Männer leiden an der benignen Prostatahyperplasie, an Prostatitis oder bekommen irgendwann einmal Prostatakrebs. Allerdings treten diese Erkrankungen bis zum 50. Lebensjahr kaum in Erscheinung. Das kleine, aber doch so wichtige Organ macht eine Menge Probleme, die nur zum Teil zu behandeln sind.

Problemfall Prostata

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine exokrine Geschlechtsdrüse des Mannes. Sie befindet sich unterhalb der Harnblase, umschließt einen Teil der Harnröhre und erstreckt sich bis zum Mastdarm. Außerdem ist die kastanienförmige Drüse, die etwa 20 Gramm wiegt, in den Beckenboden eingebettet. Sie besteht aus etwa 30 bis 50 Einzeldrüsen, Binde- und Muskelgewebe, eingehüllt in eine feste Kapsel aus Bindegewebe.

Im Querschnitt lassen sich innere und äußere Drüsen unterscheiden. Jede der Drüsen hat einen Ausführungsgang, der in der Harnröhre endet. Die Drüsen der inneren Zone produzieren ein milchig-klares Sekret mit einem pH-Wert von 6,4. Dieses enthält neben Zitronensäure, Cholesterin und Zink eine Reihe an Enzymen wie das Protein Spermin, das für die Fortbewegung und Befruchtungsfähigkeit der Spermien in der Gebärmutter notwendig ist. Im Falle der Ejakulation wird das Sekret direkt in die Harnröhre abgegeben und spült auf diese Weise die Spermien aus. Durch die Kontraktion der glatten Muskelzellen, die um die Drüsen angeordnet sind, wird bei einer Ejakulation das Sekret ausgestoßen.

Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Rund 20 Prozent aller Krebserkrankungen fallen darunter, allerdings stehen nur zehn Prozent aller durch Krebs bedingten Todesfälle mit einem Prostatakarzinom in Zusammenhang. Lungen- und Darmkrebs treten zwar statistisch seltener auf, die Wahrscheinlichkeit als Mann daran zu versterben, ist jedoch deutlich höher. Dies lässt sich durch das relativ späte Auftreten des Prostatakarzinoms und das zumeist langsame Voranschreiten des Tumorwachstums im Drüsengewebe erklären.

Constanze Schäfer

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 10/2007 auf Seite 44 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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