Sortimente: Bei Erkältung setzen viele Verbraucher auf die Apotheke
Sind die Deutschen erkältet, greifen sie zwar mit Vorliebe zu Hausmitteln – doch setzen viele von ihnen ihre Hoffnungen auch auf die Apotheke. Dies lässt sich aus einer aktuellen GfK-Verbraucherstudie schließen. Gute Voraussetzungen also für Apotheken, die nicht nur ihre gesamte fachliche Kompetenz in die Beratung einbringen sondern Zusatznutzen bieten.
Nahezu die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) greifen bei einer Erkältung zu rezeptfreien Arzneimitteln aus der Apotheke. Wie die „European Consumer Study 2007 zeigt, wählen bei Husten und Schnupfen hierzulande fast jede zweite Frau sowie 43 Prozent der Männer diese Form der Behandlung. 10 200 Verbraucher hatten die Marktforscher der GfK Nürnberg für ihre Studie befragt und dabei einen Schwerpunkt im Thema Erkältung gesetzt.
Wer erkältet ist, greift zur Selbsthilfe
Die Ergebnisse der Umfrage belegen zudem, dass bewährte Hausmittel im europäischen Schnitt unangefochten erste Wahl sind, wenn es um die Behandlung einer Erkältung geht. Auch hier gehen übrigens die Frauen offensiver vor als die Männer. Dass die Behandlung einer Erkältung vor allem auf Selbstmedikation fußt, zeigen zwei weitere Ergebnisse der Studie. Demnach konsultieren Erkältungspatienten zwar durchaus auch den Arzt – doch längst nicht mehr in dem Maße wie in den 90er-Jahren. Und zu Hause zu bleiben, sich zu schonen und das Bett zu hüten, kommt nur für eine Minderheit in Betracht. Dies gilt zwar europaweit – doch gerade in Deutschland bleiben sowohl Männer wie Frauen im Vergleich zu früheren Untersuchungen, die Mitte der 90er-Jahre durchgeführt wurden, nicht mehr so häufig daheim, nur weil sie verschnupft sind.
Gabi Kannmüller (am-redaktion@springer-gup.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 12/2007 auf Seite 24 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
