Vor Ort: Die Apotheke als Marke
Die Neugründung einer Apotheke gilt heute vielen als Wagnis. Die Bielefelder „Apotheke im Westen“ liefert ein Beispiel dafür, welche Schritte nötig sind, damit sich dieses Wagnis in der Praxis erfolgreich umsetzen lässt: Apotheker Dr. Bernd Schröder trat mit dem Ziel an, seine Apotheke als Marke zu etablieren. Dabei setzt er auf Dienstleistung, um die Kunden zu binden – und bezog diesen Gedanken von Beginn an in die Standortsuche und die architektonische Planung ein.
Foto: Apotheke im Westen
Wohl wissend, dass der Apothekenmarkt heiß umkämpft ist, entschloss sich Apotheker Dr. Bernd Schröder zu einem Neuanfang. Bis Ende des Jahres 2006 führte er die „Wäster-Apotheke“ in Warstein, für den Neubeginn wählte er Bielefeld. Im Fokus seiner Neuorientierung stand König Kunde: Der Apotheker wollte einen Treffpunkt für Jung und Alt schaffen und dem Preisdumping ein Schnäppchen schlagen.
Die Ausgangssituation
Der gesättigte Apothekenmarkt macht es nicht leicht, diese Aufgabenstellung zu erfüllen, das wusste auch Dr. Schröder. Die Gesundheitsreform bietet jede Menge Stolpersteine, Apotheken-Discounter drängen in den Markt, zudem hat sich, im Zeitalter der virtuellen Kommunikation, das Einkaufsverhalten des Konsumenten verschoben: Zum einen fehlt dem Verbraucher Zeit, und zum anderen haben Billigprodukte Hochkonjunktur. Dass dabei die Qualität und die individuelle Beratung auf der Strecke bleiben können, akzeptieren viele Verbraucher.
Carmen Groschwitz (c.groschwitz@t-online.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 01/2008 auf Seite 24 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
