Professionell planen: Gespräche mit der Bank
Auch im neuen Jahr sollten Apotheker nicht davon ausgehen, dass die Finanzmarktkrise der vergangenen Monate bereits ausgestanden ist. Vor allem von der unterschiedlichen Risikoeinschätzung des jeweiligen Bankinstitutes gegenüber dem Apotheker und seiner Branche sowie den damit verbundenen, gegebenenfalls geänderten Kreditvergaberichtlinien wird es abhängen, zu welchen Bedingungen zukünftige Kreditvergaben bzw. Kreditverlängerungen erfolgen.
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Die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Basel II sollten Betriebsinhabern gezeigt haben, dass Passivität der falsche Weg ist, die eigene Kreditversorgung zu sichern. Experten raten deshalb dringend davon ab, den Finanzierungsaspekt der Apotheke erst dann professionell zu behandeln, wenn die Bank als Kreditgeber beispielsweise die – eigentlich als sicher eingestufte – Kreditverlängerung an weitere Bedingungen knüpft oder diese zunächst sogar verweigert. Allerdings zeigt die Erfahrung hier, dass sich viele Apotheker nach wie vor erstaunlich zurückhalten, zu erwartende Veränderungen, vor allem bei Finanzierungsfragen, unmittelbar mit dem zuständigen Bankmitarbeiter zu besprechen. Dazu ist jedoch ein ausführliches Orientierungsgespräch nötig, das zudem professionell vorbereitet sein sollte.
Mit diesem Orientierungsgespräch ist übrigens nicht das Bilanzgespräch gemeint, bei dem es meist ausschließlich darum geht, die Details der wirtschaftlichen Situation der Apotheke zu erläutern. Dieses Gespräch beinhaltet vielmehr konkrete Einzelheiten zur Kreditverlängerungen, zu alten und möglicherweise zu neuen Sicherheiten sowie die Absicherung des nach wie vor eher niedrigen Zinsniveaus bei Betriebsmittelkrediten und Immobiliendarlehen, mit denen das Betriebsgebäude sowie entsprechende An- und Umbaumaßnahmen im Vorfeld finanziert wurden.
Michael Vetter (vetter-finanz@t-online.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 01/2008 auf Seite 42 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
