Editorial: Aus dem Knick kommen

Um in einem Markt ohne Fremd- und Mehrbesitzverbot zu überleben, müsse sich eine Apotheke vor allem als starke Marke etablieren, so ein Unternehmensberater kürzlich in der Fachzeitschrift „Werben & Verkaufen“. Dass sie dies bereits im Vorfeld der Gesetzesänderungen in Angriff nimmt, sollte dabei eigentlich selbstverständlich sein.

Gabi KannamüllerGabi Kannamüller

Ein Ergebnis einer Sempora-Studie gibt dann aber doch zu denken. Darin erklärten 83 Prozent der befragten Pharmazeuten, sie wollten beim Fall des Mehrbesitzverbotes ihre Marketing-Aktivitäten verstärken. Und zuvor? Abwarten?

Seit Jahren sind sich Kenner des Apothekenmarktes einig: Angesichts der bevorstehenden Entwicklungen habe nur jener eine Überlebenschance, der schnellstens sein Profil schärfe, sich gegebenenfalls passende Kooperationspartner wähle und überhaupt seine Apotheke über gezieltes Marketing und umsichtiges Management auf Vordermann bringe.

Dass die Branche dennoch nur langsam aus dem Knick kommt, lasten Marktkenner allerdings nicht ausschließlich den Apothekern selbst an: Nicht Fisch nicht Fleisch sei die gegenwärtige Politik – mit der Folge, dass Apotheken sich in einer Scheinsicherheit wiegen, meint beispielsweise unser Autor Dr. Reinhard Herzog in seiner Bestandsaufnahme zur Situation der Apotheke.

Doch auch dies taugt nicht als Ausrede. Denn überleben wird nur, wer sich schnellstens auf kommende Veränderungen einstellt. Und beispielsweise damit beginnt, die Corporate Identity seiner Apotheke zu überprüfen. Dazu wiederum gehört mehr als „nur“ ein schickes Logo: Wer CI lebt, ist auf dem besten Weg zur Marke. Und darauf – siehe oben – kommt es künftig schließlich an.

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Herzlichst

Gabi Kannamüller


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