Vorbereitet sein auf das dritte Erkältungshoch
Zu kaum einer Jahreszeit ist die Apotheke mit der Planung von Sortiment und Verkaufsförderung derart vom Wetter abhängig wie im Frühjahr: Verlaufen Februar und März sehr mild, zeigen viele Menschen bereits erste ausgeprägte Heuschnupfensymptome – kehrt der Winter zurück, kann auch eine letzte Welle von Erkältungskrankheiten auftreten.
Mit Karnevalsende starten oftmals auch die Erkältungsviren ihren letzten Auftritt – und verfolgen ihre Opfer durch die ausklingenden nasskalten Winterwochen oder gar in die ersten Frühlingstage hinein. Experten raten deshalb, auch im Februar und März dem Erkältungssortiment weiterhin Priorität einzuräumen und in Sicht- und Freiwahl herauszustellen.
Denn rund 65 Prozent der Erkältungsprodukte, so zeigen es die Daten des Marktforschungsunternehmens IMS Health, werden zwischen Oktober und März verkauft. Dabei, so die Erfahrung der Marktforscher, spiele es kaum eine Rolle, ob der Winter relativ warm sei (wie im Jahreswechsel 2006 auf 2007) oder eine Grippewelle herrsche (wie in Februar und März 2006).
Die Daten der Marktforschung belegen zudem, dass im Februar – nach ersten Umsatzhochs im Oktober und Dezember – durchaus eine dritte winterliche Umsatzspitze im Produktbereich Erkältung möglich ist. Dies und die Tatsache, dass Husten- und Erkältungsmittel zu den umsatzstärksten Indikationsbereichen der Selbstmedikation in Apotheken, Drogerie- und Verbrauchermärkten gehören, gelten als schlagkräftige Argumente dafür, auch im ausklingenden Winter nicht nachzulassen im Engagement der Apotheke in Sachen Erkältungsmittel.
Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 02/2008 auf Seite 30 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
