So lässt sich Kreativität fördern

Es gibt ihn durchaus – den Geistesblitz unter der Dusche. Viel häufiger aber will eine gute Idee hart erarbeitet werden. Selbst das Heer der bezahlten Kreativen hat nicht am laufenden Band preisverdächtige Eingebungen. Im Gegenteil: Gerade diejenigen, die sich für ihren Einfallsreichtum gut und gerne (und oft auch zu Recht) hoch entlohnen lassen, nutzen häufig standardisierte Prozesse und bewährte Methoden, um Ideen zu finden und zu konkretisieren.

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Kreativität ist wichtig in der Apotheke: Mit einer guten Idee lassen sich neue Angebote kommunizieren, just in das Freiwahlsortiment aufgenommene Produkte prominenter präsentieren oder Aktionen aufmerksamkeitsstärker gestalten und lässt sich schließlich die Bekanntheit der Apotheke erhöhen.

Strikt nach Vorgaben von Industrie oder Dienstleistern umgesetzte Marketingmaßnahmen wirken in den meisten Fällen wenig originell – schlimmstenfalls auch nicht authentisch, nicht zum sonstigen Auftritt der Offizin passend und damit letztendlich fast kontraproduktiv. Wichtig sind deshalb Ideen, die zu der speziellen Apotheke, ihrer Einzigartigkeit und ihrem Leistungsangebot passen – vor allem aber zur Zielgruppe, den Kunden im Fokus.

Kreativität – und was dahinter steckt

Um neue Ideen zu finden, zu entwickeln und auch zu realisieren, bedarf es eines gewissen kreativen Potenzials. Kreativität bedeutet freilich nicht unbedingt, sich etwas völlig Neues auszudenken. Auch die neu geschaffene und bisher nicht dagewesene, womöglich auf den ersten Blick absolut ungewöhnliche Verbindung von bereits bestehenden Elementen ist eine kreative Leistung.

Kreativität – und das damit verbundene Potenzial zur Ideengewinnung – lässt sich trainieren. Für das Finden ungewohnter Assoziationen sind andere Bereiche des Gehirns zuständig als zum Beispiel beim Vokabellernen oder Einparken, aber die Möglichkeiten des menschlichen Leistungsvermögens lassen sich durchaus intensiver nutzen. Alle Eindrücke, die wir über die menschlichen Sinnesorgane tagtäglich wahrnehmen, können eine Quelle kreativer Inspiration sein: das, was man sieht, was man hört, was man fühlt genauso wie eigene Erfahrungen und persönliche Erinnerungen.

Die Kreativität ankurbeln

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Um die eigene Kreativität zu fördern, kann es hilfreich sein, erst einmal eine ganze Weile zu beobachten – natürlich die Umwelt, aber vielmehr auch sich selbst. Denn die Erkenntnis, in welchen Situationen oder bei welchen Gelegenheiten man am häufigsten eine gute Idee hat, ist bereits aufschlussreich. Sie kann ein erster Schritt im Hinblick auf die Entfaltung des eigenen kreativen Potenzials sein.

Möglicherweise entstehen bei sportlicher Anstrengung die besten Einfälle, vielleicht auch eher in Ruhephasen; womöglich spielen Düfte dabei eine Rolle, akustische Eindrücke oder eher visuelle Reize. Wer erkannt hat, welche Stimuli für das eigene Gedankenspiel kreativ anregend sind, kann diese Auslöser auch bewusst einsetzen.

Claudia Pfeil-Zander (info@pfeil-zander.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 03/2008 auf Seite 28 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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