Sortimente: Aktivitäten zum Weltnichtrauchertag

Die Verschärfung des Rauchverbotes zu Jahresbeginn ließ die Raucherreservate gewaltig schrumpfen. Die Zahl jener aber, die vom Rauchen lassen wollen, hat sie offenbar in die Höhe getrieben: Nichtraucherkurse sind derzeit gefragter denn je. Das Interesse an der Entwöhnung sollte auch Apotheken auf den Plan rufen.

Noch gibt es keine verlässlichen Zahlen. Doch eines ist anzunehmen: Von den vier Prozent Gelegenheitsrauchern bzw. den 25 Prozent der Erwachsenen, die bis dato angaben, regelmäßig zu rauchen, dürfte sich so mancher in den vergangenen Wochen tatsächlich vom Glimmstängel verabschiedet haben – mit oder ohne Unterstützung, mehr oder weniger im Alleingang.

Die ganz Jungen als Vorbild

Dass es durchaus möglich ist, vom Rauchen zu lassen, haben in den vergangenen Jahren übrigens die Jugendlichen gezeigt. So präsentierte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, anlässlich des Starts von „Rauchfrei 2008“ motivierende Zahlen: Demnach ist unter den 12- bis 17-Jährigen die Raucherquote von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 18 Prozent im Jahr 2007 zurückgegangen. Was die Politikerin bereits ein weiteres Ziel anpeilen lässt: eine Raucherquote unter 17 Prozent.

Als beliebte Starttermine für Rauchentwöhnung gelten ganz generell neben dem 1. Januar auch der Aschermittwoch und der Weltnichtrauchertag am 31. Mai.

Wer also nicht bereits jetzt mit einem gezielten Angebot auf Entwöhnungswillige zugeht, dem bietet sich zum Weltnichtrauchertag noch einmal eine Chance. Denn Aktivitäten um diesen Termin herum erfreuen sich besonderer Aufmerksamkeit, nicht zuletzt gefördert durch die Berichterstattung der Medien: Auch und gerade in diesem Jahr werden diese zum 31. Mai, so ist anzunehmen, Leser und Zuschauer über die besten Aufhörmethoden informieren.

Zweifach engagiert gegen die Sucht

Als aussichtsreich gilt mittlerweile vor allem eine Raucherentwöhnung, die auf zwei Säulen ruht: einer Verhaltensmodifikation verbunden mit dem Erlernen von Selbstkontrolltechniken sowie einer medikamentösen Raucherentwöhnung. In beiden Bereichen kann eine engagierte Apotheke ihre Kunden unterstützen. Im psychologischen Umfeld der Raucherentwöhnung beispielsweise mit ganz praktischen Tipps und Infohilfen, vom Nichtrauchertagebuch über Belohnungsstrategien bis im Idealfall der Gründung einer Selbsthilfegruppe (siehe dazu auch Titelthema „Mit Informationsinseln zu mehr Profil“).

Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 03/2008 auf Seite 34 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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