IMS-Daten: Dank Erkältungsprodukten, Ergebnis ist fast ausgeglichen
Nahezu ausgeglichen zeigt sich der Markt der Arznei- und Nichtarzneimittel in Deutschland im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr. Im Monat Dezember waren es vor allem die Erkältungsprodukte und die Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, die wie in den Vormonaten dazu beitrugen, die ansonsten rückläufige Entwicklung abzufangen.
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Im letzten Monat des vergangenen Jahres hat der OTCUmsatz mit einem leichten Plus von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresniveau dafür gesorgt, dass der gesunkene Umsatz an rezeptpflichtigen Produkten (minus 1,4 Prozent) nahezu ausgeglichen wurde. Insgesamt lag der Umsatz des deutschen Apothekenmarktes für rezeptfreie Arzneimittel und Verordnungen im Dezember mit 0,8 Prozentpunkten leicht über dem Umsatz des Vorjahres. In der Jahresbetrachtung ergibt sich noch ein geringfügiges Minus – sowohl in der Selbstmedikation als auch bei den Verordnungen.
Positive Entwicklung im Erkältungsmarkt
Betrachtet man den Verlauf der vergangenen vier Monate, so zeigt sich nach Auskunft der Marktforscher*: Vor allem die positive Entwicklung im Erkältungsmarkt hat dazu geführt, dass nach dem deutlichen Minus des OTC-Marktes Ende August ein fast ausgeglichenes Ergebnis für das Jahr 2007 erreicht wurde. Seit September verzeichnet der Erkältungsmarkt hohe zweistellige Zuwachsraten. Verfolgt man aber den absoluten Umsatz in Mio. Euro, so die Forscher, zeige sich, dass der Umsatz genau auf dem Niveau der entsprechenden Monate des Jahres 2005 liegt.
Neben Erkältungsprodukten waren im Dezember – wie bereits in den Vormonaten – Mittel gegen Durchfall und solche gegen Übelkeit stark gefragt. Es sei zu vermuten, dass die Gefahr einer Magen- Darm-Infektion – auch durch die Verbreitung des Norovirus – in den letzen Monaten zugenommen habe. Das habe zu verstärkter Nachfrage nach OTC-Produkten in der Apotheke geführt, so die Marktforscher.
Quelle: IMS OTC® Report / IMS® GesundheitsMittelStudie (GMS) Apotheke
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 03/2008 auf Seite 36 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
