IMS-Daten: Mittel gegen Erkältung und Übelkeit beleben den Markt
Nachdem sich der Markt der Arznei- und Nichtarzneimittel in Deutschland im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr nahezu ausgeglichen gezeigt hat, ist für den ersten Monat des neuen Jahres ein deutliches Wachstum zu verzeichnen. Verantwortlich hierfür sind in erster Linie die erneuten Steigerungsraten im Absatz der Produkte gegen Erkältung und Übelkeit.
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Mit einem erfreulichen Umsatzund Absatzanstieg sind die Apotheken in das Jahr 2008 gestartet und haben das leichte Plus von 1,3 Prozent, das schon der Dezember 2007 gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr aufwies, noch deutlich übertroffen.
Insgesamt lag der Umsatz des deutschen Apothekenmarktes für rezeptfreie Arznei- und Gesundheitsmittel im Januar mit 3,6 Prozent über dem Umsatz des Vorjahres, der Absatz an Packungen übertraf den des Vorjahres sogar um 4,6 Prozent. Im Einzelnen ist der Umsatz in der Selbstmedikation um 3,9 Prozent (Packungen: plus 4,7 Prozent) und bei den Verordnungen um 2,3 Prozent (Packungen: plus 4,0 Prozent) gestiegen.
Erkältungsmarkt entwickelt sich positiv
Das Wachstum ist nach Ansicht der Marktforscher* in erster Linie erneut auf hohe Steigerungsraten bei den Mitteln gegen Erkältung und Übelkeit zurückzuführen. Die Schmerzmittel konnten zwar im Umsatz nicht zulegen, dafür im Absatz um insgesamt drei Prozent. Dafür lassen sich, so die Forscher, zwei mögliche Gründe anführen. Zum einen ist ein leichtes „Abbröckeln“ der Preise im Segment allgemeine Schmerzmittel zu beobachten.
Zum anderen verzeichneten die Generikahersteller im Januar höhere Abverkaufszahlen als die Markenhersteller. Das deutet nach Ansicht der Marktforscher darauf hin, dass die Verbraucher nach und nach preissensibler werden, während die Apotheker gleichzeitig vermehrt den Preis als Verkaufsargument in den Vordergrund stellen.
Quelle: IMS OTC® Report / IMS® GesundheitsMittelStudie (GMS) Apotheke
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2008 auf Seite 30 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
