Finanzen: Der Weg in die finanzielle Unabhängigkeit

Wer träumt nicht davon: unabhängig sein, in der Apotheke stehen, weil es Spaß macht und nicht für den reinen Broterwerb? Das Geld für sich arbeiten lassen, anstatt selbst zu schuften? Ein Lebenseinkommensmodell ist unerlässlich, um diese Träume in die Nähe der Realität zu rücken – meint unser Autor Dr. Reinhard Herzog und gibt entscheidende Tipps.

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Was bedeutet finanzielle Unabhängigkeit und Freiheit? Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, nicht mehr auf den Gelderwerb durch Arbeit angewiesen zu sein, sondern seinen Lebensunterhalt durch Kapitaleinkünfte bestreiten zu können. Teilweise finanzielle Unabhängigkeit oder Freiheit bedeutet, zumindest einen nennenswerten Anteil des Einkommens unabhängig von der Arbeit zu erwirtschaften.

Selbst wenn Sie nur teilweise finanzielle Freiheit genießen, bringt Sie dies ganz wichtigen, persönlichen Zielen näher: Sie können Ihren Arbeitstag entspannter angehen. Eine Gesundheitsreform trifft Sie nicht mehr existenziell. Sie können Ihre Kreativität ausleben und möglicherweise Ideen reifen lassen, die Ihnen später noch ein viel höheres Einkommen ermöglichen und zudem mehr Freude versprechen.

Solange Sie hingegen im Hamsterrad strampeln müssen, sind Sie in vielerlei Hinsicht der Knecht von anderen – von Banken, Vermietern, irgendwelchen Organisationen, denen Sie Beiträge schulden, ob Sie wollen oder nicht, von Krankenkassen, Ärzten usw. Die langfristigen persönlichen und gesundheitlichen Folgen einer solchen Schraubstocksituation sollten Sie nicht außer Acht lassen.

Wichtige Voraussetzung: das „Wollen“

Allerdings sind die meisten Menschen auf dieser Welt in einer solchen Zwangslage. Viele werden nie die Chance bekommen, sich daraus zu befreien. Der Staat mit seiner immer hochtouriger laufenden Zwangsabgaben-Maschinerie tut das Seinige dazu, Abhängigkeiten zu erhalten oder gar auszubauen. Der mündige, frei über sein Schicksal bestimmende Bürger ist als Massenmodell zumindest hierzulande eine Illusion und im System de facto nicht vorgesehen.

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Sie als Apothekerin oder Apotheker hingegen sind, allen Klagen zum Trotz, immer noch in einer relativ guten Lage: Ihr Einkommen kann in den meisten Fällen als überdurchschnittlich bezeichnet werden. Womit es, etwas Disziplin und Weitblick vorausgesetzt, möglich ist, Rücklagen zu bilden, am Einnahmen- Ausgaben-Verhältnis zu drehen und so Ihre Abhängigkeiten zu vermindern. Sie müssen dies nur wollen!

Finanzielle Unabhängigkeit ist auch eine Frage der eigenen Ansprüche und des Ausgabeverhaltens. Wer bescheiden ist, seinen Konsum zu zügeln weiß und kostenträchtige Fehltritte wie Scheidungen oder hohe Fehlinvestitionen vermeidet, ist der Unabhängigkeit und damit einem ausgeglichenen Leben schon viel näher. Maß halten gilt also als gute Voraussetzung. Doch selbst bei einem hohen Lebensstandard ist die Unabhängigkeit erreichbar: Sie müssen dann noch disziplinierter sein und noch langfristiger und strategischer kalkulieren – der Zinseszinseffekt lässt bereits grüßen.

Dr. Reinhard Herzog (heilpharm.andmore@t-online.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2008 auf Seite 34 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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