IMS-Daten: Früher Pollenflug sorgt für regen Umsatz in den Apotheken
Die erfreuliche Entwicklung des Marktes der OTC-Arznei- und Nichtarzneimittel im ersten Monat des Jahres 2008 hat sich im Februar fortgesetzt. Verantwortlich für steigende Absatzund Umsatzzahlen sind neben den Mitteln gegen Erkältung und Übelkeit in erster Linie Produkte gegen Heuschnupfen und andere allergische Beschwerden.
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Nach einem gelungenen Start im ersten Monat des neuen Jahres konnten die Apotheken auch im Februar den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Mit einem Plus von 1,5 Prozent lag der Februarumsatz 2008 leicht über dem Ergebnis von Februar 2007, für Januar und Februar zusammen ergibt sich ein Plus von 2,5 Prozent.
Das Wachstum ist weiterhin geprägt durch steigende Umsätze bei den Erkältungsmitteln, den Mitteln gegen Übelkeit sowie den Immunstimulanzien. Eine äußerst positive Entwicklung zeigten im Februar auch die Entwöhnungsmittel, in der Regel zur Raucherentwöhnung, sowie die Ohren- und Augenpräparate.
Frühe Pollensaison
Ein Trend der letzten Jahre setzt sich nach Auskunft der Forscher* weiter fort: Mit den ersten früh blühenden Bäumen beginnt die Pollensaison immer eher; der erste Pollenflug ist oft schon Ende Januar zu verzeichnen und erzeugt einen Umsatzschub im Februar. Die Nachfrage nach Heuschnupfenmitteln ist im Februar um knapp 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, und auch die Nachfrage nach antiallergischen, entzündungshemmenden Augenpräparaten nahm um rund 30 Prozent zu.
Gleichzeitig spielten aber im Untersuchungsmonat – so die Experten – auch noch die typischen Wintererkrankungen wie Grippe oder Schnupfen eine wichtige Rolle für die Nachfrage: Beide Segmente konnten gegenüber einem schon sehr guten Vorjahresergebnis in der Zahl der verkauften Packungen noch einmal um knapp fünf Prozent (Schnupfenmittel) bzw. zehn Prozent (Grippemittel) zulegen.
Pollenflug und Heuschnupfensaison sind auch in den kommenden Monaten ein wichtiges Thema in der Apotheke: Selbst wenn die Pollensaison immer früher beginnt – der große Nachfrageschub ist nach Ansicht der Marktforscher, abhängig von der Witterung, immer im zweiten Jahresquartal zu erwarten – sei es im April, wie im Vorjahr, oder von Mai bis in den Juni wie 2006, wenn die Natur in voller Blüte steht und sich zu den blühenden Bäumen noch die Sträucher und Gräser gesellen.
Quelle: IMS OTC® Report / IMS® GesundheitsMittelStudie (GMS) Apotheke
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 05/2008 auf Seite 30 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
